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140 Jahre Sangesfreude in Machern

140 Jahre Sangesfreude in Machern

Der Gesangsverein "Germania" feierte am Sonnabend sein 140. Bestehen im Macherner Sportpark Tresenwald mit einem Liedernachmittag. Und die Gäste kamen in Scharen.

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Festlich: In ihrer neuen Chorkleidung feierten die Sängerinnen und Sänger der "Germania" mit vielen Gästen das 140-jährige Bestehen ihres Chores.

Quelle: Monika Alexandrow

Machern. Gleich zu Beginn kam Vereinschefin Renate Schmidt ganz schön ins Schwitzen. Die Plätze reichten nicht, und Helfer brachten noch Stühle heran. Sogar die Tribüne war voll besetzt. Die Gastchöre und der Geburtstagschor eröffneten den musikalischen Reigen gemeinsam.

Der langjährige Chorleiter Klaus Eilenberg übernahm die Festrede. Er ließ Geschichtliches Revue passieren. Eilenbergs Urgroßvater gründete im Januar 1874 mit elf Bauern, Schmied und Schankwirt den Gesangsverein Gerichshain. Der Männerchor wurde ab und an von den Ehefrauen unterstützt. Erst 1900 bis 1967 war er dann ein reiner Männerchor. Als 1884 in Brandis ein Sängertreffen stattfand, wollte der Chor das Lied "Germania" singen. Chorleiter Arno Wenzel missfiel das sehr, und er stimmte nicht zu. Doch die Gerichshainer blieben stur und sangen das Lied mit dem Brandiser Kantor. Der riesige Erfolg bescherte fortan dem Chor den Namen "Germania". Ein Jahr nach dem 30. Stiftungsfest des "Germaniachores" 1904 spendierten die Sängerfrauen eine reich verzierte und kunstvoll bestickte Vereinsfahne mit dem Leitspruch "In Freud und Leid zum Lied bereit". Dieses Motto bestimmte auch die oft leidvollen Jahre der nachfolgenden Weltkriegszeit. 1945 kam das Vereinsleben zum Erliegen, doch 1948 startete der Chor einen Neubeginn. Dabei war Vater Max Eilenberg als Vorstand federführend, und Sohn Klaus trat in seine Fußstapfen. Fortan sang der Chor so erfolgreich, dass sich Püchauerinnen gleich im Dutzend anschlossen und die "Chorgemeinschaft Gerichshain - Machern - Püchau" entstand. Der Leipziger Christian Engelmann und seine Frau Hiltrud hatten 33 Jahre die musikalischen Geschicke des Chores in der Hand. Im Jahre 1990 übernahm der Chor wieder seine alte Bezeichnung Gesangsverein "Germania", dem seit 2011 Chorleiter Heiko Dreßler die Töne beibringt. Jetzt arbeitet er gerade mit seinen Sängern daran, dass viele Lieder ohne Textblatt zur Aufführung kommen.

Das das schon ganz gut klappt, bewiesen die stimmgewaltigen Sänger zum Jubiläumsfest. Chorchefin Renate Schmidt meinte: "Wir sind froh, einen solch tollen Chorleiter zu haben, der uns Feuer unterm Hintern macht." Mit einem bunten Liederreigen begeisterte der Chor die Gäste. Die Singschule Leipzig, der Männerchor Nemt, der Gemischte Chor Röcknitz und die Tanzgruppe Machern der Musikschule Muldental "Theodor Uhlig" kamen als musikalische Gratulanten. "Wir sind hier, weil wir singen und fröhlich sein wollen", meinten die beiden Machernerinnen Inge Bergt und Brigitte Uhlitzsch und formulierten das Anliegen vieler. Mit vierzig selbst gebackenen Kuchen beschenkte der Chor die Gäste, die beim gemeinsamen Kaffeetrinken noch in Erinnerungen über viele Konzerte schwelgten.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.04.2014
Monika Alexandrow

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