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Wurzen 2010 erzählen Altäre ihre Geschichte
Region Wurzen 2010 erzählen Altäre ihre Geschichte
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19:18 04.01.2010
Erste Exkursion 2010: Besuch in der Kirche in Cavertitz. Quelle: Conny Hanspach
Thallwitz

51 Mal war der Thallwitzer Pfarrer in den vergangenen sechs Jahren mit einer ganzen Schar von Zuhörern auf Achse, um ihnen Glauben und gesellschaftliche Strukturen näherzubringen, wie sie sich in der Architektur der Gotteshäuser manifestieren. Dabei ermutigt es ihn immer wieder, dass er mit seinem Exkursionsangebot auch Menschen erreicht, die keineswegs in christlicher Tradition aufgewachsen sind.

Die terminliche Fixierung auf den ersten Sonnabend im Monat, so der Theologe, habe sich ebenso bewährt, wie die Anzahl von neun Führungen im Jahr. Ausgeblendet wird die allgemeine Urlaubszeit und der Weihnachtsmonat. 2010 allerdings wird es nur acht Exkursionen geben: Der erste April-Sonnabend ist gleichzeitig Karsamstag.

Im neuen Jahresprogramm erweitert Carlitz seine Exkursionen um Ziele im neuen Landkreis wie die Marienkirche Borna und die Groitzscher Stadtkirche. „In dieser Region gibt es eine Marienfrömmigkeit, die östlich der Mulde völlig fehlt“, weiß Carlitz. Bei den Führungen steht im neuen Jahr thematisch die Altargestaltung der Gotteshäuser im Mittelpunkt. In der lutherisch-evangelischen Kirche gibt es Altäre mit Bildern, die biblische Szenen erklären und damit eine katechetische Funktion wahrnehmen. Das trifft für die Eilenburger Kirche St. Nicolai, die Carlitz im Juni ansteuert, ebenso zu wie für das Strehlaer Gotteshaus, das im September besichtigt wird.

Eine andere Variante, so Carlitz, sei der Heiligenaltar wie in der Bad Lausicker Kilianskirche, die im Mai auf dem Exkursionsplan steht. Die Menschen suchten in ihren Alltagsnöten bei den dargestellten Schutzpatronen für eine leichte Geburt, Kindersegen oder eheliche Treue Zuflucht. Vertraut machen will Carlitz bei seinen Führungen auch mit dem Mensaaltar, einem schmucklosen Tisch ohne Aufsatz, wie er etwa im Wurzener Dom zu finden ist, der im November auf dem Exkursionsplan steht.

Ingrid Leps

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