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Wurzen 25 Jahre Runder Tisch: Brandiser Schüler befragen Zeitzeugen
Region Wurzen 25 Jahre Runder Tisch: Brandiser Schüler befragen Zeitzeugen
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00:31 04.06.2015
Angeregte Gespräche: Schüler und Akteure von damals bei der Präsentation der Ergebnisse zu 25 Jahren Runder Tisch im Brandiser Rathaus. Quelle: Privat
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Vor allem Umweltprobleme durch das Silikatwerk, der Lärm der in Polenz stationierten "stählernen Friedenstauben" und eine akute Wohnungsnot brannten den Leuten damals auf den Nägeln.

Nachdem sich zu Jahresanfang auf Einladung von Bürgermeister Arno Jesse (SPD) Teilnehmer des ersten Runden Tisches zusammenfanden, kam die Idee auf, diese Erfahrungen in ein Schülerprojekt einfließen zu lassen. Die Ergebnisse präsentierten die Gymnasiasten jetzt bei einer Veranstaltung im Rathaus. Auch etliche der befragten Zeitzeugen ließen sich den Termin nicht entgehen. "Diese Zeit und die Geschichten der Altvorderen lehren uns, dass man auch im ganz Kleinen etwas erreichen und viel verändern kann", betonte Jesse in seiner Eröffnungsrede. Seine Botschaft an die Schüler: "Es macht Spaß sich einzumischen und einzubringen - und es lohnt sich!"

Anfangs standen die Jugendlichen dem Vorhaben noch skeptisch gegenüber. "Wir waren zunächst eher zurückhaltend. Aber die Arbeit auch außerhalb des Unterrichts hat bewiesen, dass der Stoff weder trocken noch langweilig ist", sagte Georg Hähn, einer der Macher. Kim Lang fragte sich, wofür man in Zeiten von Internet und Google denn überhaupt Zeitzeugen brauche. Die Antwort bekam sie während der Interviews. Die Gesprächspartner seien in der Lage, effektiv historische Zusammenhänge zu vermitteln. Und: "Zeitzeugen machen die Geschichte lebendig." In Gruppen aufgeteilt, befragten die Schüler die damaligen Protagonisten, recherchierten zu Runden Tischen im Allgemeinen und drehten einen 35-minütigen Film mit dem Titel "Brandis -wie eine Kleinstadt die Wende erlebte".

Das Projekt sei für sie eine Bereicherung gewesen, bestätigte auch Alicia Franke: "Wir danken unseren Lehrern für die Motivation und vor allem den Zeitzeugen wie Pfarrer Ulrich Seidel, Ina Exner, Frank Mieszkalski und Irmhild Mummert, dass sie zur Verfügung standen." Ina Exner war von der Arbeit der Elftklässler begeistert: "Sie haben manches wieder in Erinnerung gebracht, was selbst wir nicht mehr wussten. Ich freue mich, dass die Ausstellung so gut geworden ist."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.06.2015
Simone Prenzel

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