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Wurzen 33-Jähriger tauscht in seiner Freizeit Kamm und Schere gegen Pinsel und Farbe
Region Wurzen 33-Jähriger tauscht in seiner Freizeit Kamm und Schere gegen Pinsel und Farbe
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14:00 25.05.2017
Im Friseurgeschäft in der Langen Straße in Grimma: Jens Herrmann spielt nicht nur in seinem Beruf gern mit Farben. Auch als Künstler lässt er seiner Fantasie freien Lauf. Das Acrylbild an der Wand ist das Titelbild der Ausstellung in der Kreuzstraße 11. Quelle: Thomas Kube
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Grimma

Jens Herrmann (33) tauscht in seiner Freizeit den Kamm und die Schere mit Farben und Pinsel. Seine Ausstellung „denkART“ ist ab 26. Mai in einem Ladengeschäft in der Kreuzstraße 11 zu besichtigen. „Ich arbeite im Friseurgeschäft in der Langen Straße in Grimma, und mein Chef gab mir die Chance, eine Ausstellung in dem ehemaligen Friseurladen in der Kreuzstraße 11 aufzubauen“, erzählt der in Döbeln geborene Freizeitkünstler. Sein erstes (künstlerisches) Bild, einen Dinosaurier, malte er mit sechs Jahren. Dabei benutzte er seinen Schulmalkasten. Später schmückte sein Zimmer eine Wandmalerei. Heute probiert er sich in mehreren Techniken. In seiner mittlerweile dritten Ausstellung zeigt er abstrakte und surreale Bilder, die er seit 2004 gemalt hat. „Die meist großflächigen Bilder in Acryl entstanden aus einer Kopf-Idee. Oft stehe ich nachts auf und bringe sie aufs Papier. Selten entstehen meine Werke mit einer genauen Vorstellung“, sagt er. Jens Herrmann lässt sich dabei von seinen Gedanken und Gefühlen treiben und schafft „Denkart“. Dabei will er den Betrachter nichts vorgeben. „Die Besucher sollen ihre eigenen Fantasien auf meine Werke übertragen“, meint der in Leipzig lebende Künstler. Und diese können die Vernissage-Teilnehmer freien Lauf lassen. So kann man Putin, Trump und Erdogan genauso wie das Frühlingserwachen in Acrylfarbe betrachten. Auch das Titelbild der Ausstellung, eine Biene“, entstand mittels der Acryltechnik. Ungewöhnliche Motive gelang auch Jens Hermann mit Hilfe von Lackfarben. In Aquarellfarbe tauchte er unter anderen sein surreales Bild „Augenblick“.

Dabei eignete sich der Hobbykünstler, die Techniken autodidaktisch an. „Mir bleibt derzeit wenig Zeit, um eine Ausbildung zu absolvieren. Doch ich werde es bestimmt noch in Angriff nehmen“, sagt der gelernte Friseur. Gegenwärtig träumt er jedoch davon, zu seinem 35. Geburtstag eine eigene Ausstellung in einem Abrisshaus zu gestalten.

Die wechselnde Ausstellung mit dem Titel „denkART“ ist für ein halbes Jahr in der Muldenstadt Grimma zu sehen. Die Vernissage ist am Freitag, 26. Mai, 19 Uhr. Laudatorin ist Regina Katzer, freie Journalistin.

Von Cornelia Braun

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