Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen 80 + 20 = 100: Feuerwehr Klinga und ihr Förderverein feiern gemeinsam
Region Wurzen 80 + 20 = 100: Feuerwehr Klinga und ihr Förderverein feiern gemeinsam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 17.08.2017
Bestens gerüstet ist die Klingaer Feuerwehr. 2013 löschte sie einen Gebäudebrand. Quelle: Ralf Saupe
Anzeige
Parthenstein/Klinga

Zum Feiern laden die Klingaer Freiwillige Feuerwehr und ihr Förderverein für den 18. bis 20. August Gäste aus nah und fern zum Sportplatz an der Autobahn ein. Was an allen Klingaer Ortszufahrten auf roten Bannern als „100-Jahr-Feier“ ins Auge springt, vereint in Summe gleich zwei runde Geburtstage in einer großen Festlichkeit.

„1937 gilt als das Gründungsjahr unserer Freiwilligen Feuerwehr“, berichtet Ortswehrleiter Michael Pohl. Möglicherweise hatte ein Großbrand auf dem Kluthmann’schen Gut im Jahr zuvor die Neuorganisation des Löschwesens im Ort mit initiiert. Eine wirkliche Gründungsurkunde ist nicht bekannt, jedoch belegen Fotografien, die die Tochter des ersten Klingaer Wehrleiters, Edmund Bornmann, aufbewahrt hat, den einstigen Auftakt dieser neuen Feuerwehr-Epoche.

Natürlich wurde auch in Klinga schon seit jeher gelöscht, wenn es brannte. Im ausgehenden 19. Jahrhundert konstatierte die Königliche Amtshauptmannschaft Grimma allerdings in einem Schreiben an die Gemeinde zu Klinga, dass das Feuerlöschwesen an erheblichen Mängeln litt, „sei es, dass die zur Löschung des Feuers erforderlichen Gerätschaften nicht oder nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind, oder sei es, dass es an geschulten Männern fehlt, welche sofort bei Ausbruch eines Schadenfeuers zur Hand sind und in geordneter Weise die Löschung des Feuers übernehmen.“ Mit der damit verbundenen Forderung zur „Aufstellung einer sachgemäßen Ortsfeuerlöschordnung“ begründet damit sogar schon das Jahr 1894 den Beginn des organisierten Feuerlöschwesens in Form einer Pflichtfeuerwehr in Klinga.

Heute ist die Truppe Teil der Gemeindefeuerwehr Parthensteins. Mit über 30 aktiven, bestens qualifizierten Einsatzkräften, darunter auch drei Feuerwehrfrauen, stellt sie die schlagkräftigste Truppe in der Kommune mit durchschnittlich über zehn Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen pro Jahr. Mit Stolz blicken die Klingaer vor allem auch auf ihre derzeit achtköpfige Jugendfeuerwehr. Dank einer soliden Nachwuchsarbeit können so seit Jahren kontinuierlich neue, vorqualifizierte Mitstreiter in die Reihen der aktiven Floriansjünger übernommen werden.

Diese Erfolge und mehr verdankt die Klingaer Feuerwehr auch ihrem aktiven Förderverein, dessen Gründung sich heuer zum 20. Mal jährt. „Da die Feuerwehr nicht alles machen kann und darf“ – mit diesen Worten lud der damalige Wehrleiter Rainer Aurich Ende 1997 zur Gründungsversammlung der „Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Klinga“ ein. Unter den 17 Unterschriften im Gründungsprotokoll findet sich die von Katrin Scholz, die seitdem im Vorstand aktiv die Vereinsaktivitäten mitbestimmt. „Mit unseren über 80 Mitgliedern sorgen wir nicht nur für die nötige finanzielle Unterstützung unserer Feuerwehr und die Gewinnung von Sponsoren, sondern mit zahlreichen Veranstaltungen, wie Fasching, Tag der offenen Tür oder Kinder- und Sommerfest, zugleich für die öffentlichkeitswirksame Werbung für das Feuerlöschwesen im Dorf“, so die Schriftführerin des Vereins.

Gemeinsame Sache machen Klingas Feuerwehr und ihr Förderverein folgerichtig auch bei der bevorstehenden „80 + 20 = 100-Jahrfeier“. „In unserem gemeinsamen Organisationskomitee haben wir ein abwechslungsreiches, dreitägiges Fest für alle Altersgruppen auf die Beine gestellt“, kündigt Feuerwehr-Chef Pohl an. Den Festauftakt bilden am Abend des 18. August Musik und Tanz. Auf vielfachen Wunsch wird die Faschings-Crew um Frank Scholz noch einmal das aktuelle Programm „Klingas närrische Horror-Show“ zum Besten geben.

Am 19. August wird ein großer Feuerwehr-Korso durchs Dorf den Festreigen fortsetzen. Ein buntes Familienprogramm, unter anderem mit Bastel- und Malstraße, großer, nietenfreier Tombola, Hüpfburg, Karussell, Zuckerwatte, Bierkastenklettern, Luftgewehrschießen, Feuerwehr-Vorführung, humorvoller Senioren-Modenschau, Auftritten des Volkschors, der KlingSingers, KlingKids und Bailando Niñas, Torwandschießen, Luftballon-Post und Vorher-Nachher-Show, schließt sich an. Am Abend warten ein Lampion- und Fackelumzug auf die kleinen, ein musikalisches Stimmungsfeuerwerk mit dem Jugendblasorchester Grimma auf die großen Gäste. Die dürfen sich bei Tanzmusik vom DJ um Mitternacht sogar noch auf eine fulminante Laser-Show freuen.

Beschwingt gestaltet sich auch der Festausklang am 20. August. Dafür sorgen beim Frühschoppen die Wermsdorfer Blasmusikanten und ein Spaß-Fußballspiel „Alte Herren“ gegen „Feuerwehr Klinga“ unter Leitung von Bürgermeister Jürgen Kretschel. Für Klingas Senioren wird am Sonnabend ein Shuttle-Service zwischen zentralen Punkten im Dorf und dem Sportplatz angeboten.

www.feuerwehr-klinga.de

Von Ralf Saupe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dem Gewerbegebiet Deuben und Ausbau des Knotens zu dessen Anbindung war in der Sitzung des Bennewitzer Gemeinderates am Mittwoch ein ganzer Komplex an Beschlüssen und Informationen gewidmet. Die wichtigste: Die Bauarbeiten dauern durch zusätzliche Arbeiten deutlich länger.

17.08.2017

Volle Auftragsbücher und höhere Baupreise freuen die Wirtschaft. Öffentliche Auftraggeber im Landkreis haben hingegen mit der Kehrseite der Medaille zu kämpfen: Sie finden in einzelnen Gewerken kaum noch Firmen, die sich an Ausschreibungen beteiligen.

20.08.2017

Ein Kreisverkehr anstelle der unübersichtlichen Kreuzung von Langer Straße/Straße Am Bahnhof mit Polenz- und Bahnhofstraße in Brandis wäre die Wunschlösung der Mehrheit im technischen Ausschuss des Stadtrates. Dort stand das Thema schon einmal im Juni auf der Tagesordnung und jetzt erneut am Dienstag. Doch so geeignet die Kreuzung auf den ersten Blick für einen Kreisel scheint, könnte er am Platz noch scheitern.

17.08.2017
Anzeige