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Wurzen Aaron und die Mission Astana
Region Wurzen Aaron und die Mission Astana
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14:40 19.05.2015
Keine Mission unmöglich: Aaron Strangfeld trägt sein großes Ziel Physik-Weltmeisterschaft in Astana stolz auf der Brust. Quelle: Roger Dietze

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"Allein dass es Aaron unter die besten 15 der deutschen Physik-Olympiade geschafft hat, stellt eine extrem herausragende Leistung dar", lobt sein Physiklehrer Lutz Feichtinger. "Er ist der erste Schüler unserer Schule, dem dies gelungen ist, weil dies normalerweise nur Schülerinnen und Schülern von Spezialschulen wie dem Leipziger Wilhelm-Ostwald-Gymnasium vorbehalten ist", so der Pädagoge. Dabei habe sich in den ersten Schuljahren noch nicht abgezeichnet, dass Aaron diese Entwicklung nehmen werde. "Er war sicherlich ein guter Schüler, aber so richtig gezündet hat es beim ihm erst in der neunten Klasse, und von da an hat er sich von Klasse zu Klasse gesteigert."

Eine weitere Steigerung wird für den Brandiser Teenager auch notwendig sein, um die letzte Hürde vor dem großen Finale zu nehmen. Doch der Nachwuchsforscher geht das Projekt Astana gelassen an. "Als es in Göttingen in der ersten Klausur noch nicht richtig rund lief und ich nicht alle Aufgaben geschafft habe, war ich zunächst erst einmal enttäuscht. Aber nur bis zu dem Moment, an dem ich festgestellt habe, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen und ebenfalls bei Aufgaben passen mussten", so Aaron Strangfeld. Diese Runde habe ihm zudem gezeigt, auf welche Art von Aufgaben er sich für Hamburg vorbereiten müsse. Ihm kommt dabei entgegen, dass ihm trotz der nahen Abiturprüfungen genügend Zeit zum Üben zur Verfügung steht. "Vermutlich werde ich mich aufs Abitur gar nicht gezielt vorbereiten", gibt sich der Forscher in spe selbstbewusst. Ein Selbstbewusstsein, dass er sich leisten kann. "Es deutet alles auf einen 1,0-Abschluss hin, weil Aaron nicht nur überdurchschnittlich begabt in den natur-, sondern zudem auch sehr gut in den geisteswissenschaftlichen Fächern ist, was er seinem großen Fleiß und seiner Vielseitigkeit zu verdanken hat", findet Lutz Feichtinger lobende Worte für seinen Musterschüler.

Und Vielseitigkeit war für den Brandiser Zwölftklässler auch in Göttingen gefragt, wo sich die mehrheitlich ostdeutschen Nachwuchsforscher unter anderem mit springenden Flummis, der Lokalisation von Geräuschen, mit Wetterballons sowie aneinanderstoßenden Metallkugeln beschäftigen mussten. "Während jene Aufgaben, die man etwa im Abitur gestellt bekommt, viel Zeit in Anspruch nehmen, weil jede Menge Schreibarbeit erforderlich ist, werden jene, die mich in Hamburg erwarten, vergleichsweise schnell erledigt sein", gibt sich Aaron Strangfeld zuversichtlich. "Sofern man weiß, wie sie zu lösen sind."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.02.2014
Roger Dietze

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