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Wurzen Ab 2018 entscheiden Schulleiter in Wurzen über Aufnahme von Abc-Schützen
Region Wurzen Ab 2018 entscheiden Schulleiter in Wurzen über Aufnahme von Abc-Schützen
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15:46 20.06.2017
Grundschule „Zum Elefanten“ in Kühren: Um den ländlichen Raum zu sichern, erhält die Bildungsstätte einen Schulbezirk mit den umliegenden Ortsteilen. Quelle: Foto:
Wurzen

Mit einer Enthaltung haben die Stadträte zu ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause der neuen Festlegung über die Schulbezirke in Wurzen zugestimmt. Demnach gilt ab Schuljahr 2018/2019 eine neue Regelung.

Bislang konnten Eltern ihre Kinder nach festgelegten Straßenzügen in drei Schulbezirken an der Ringelnatz- und Diesterweg-Grundschule sowie der Grundschule „An der Sternwarte“ anmelden. Diese werden nunmehr zu einem Schulbezirk für die Kernstadt Wurzen sowie die Ortsteile Dehnitz, Nemt und Roitzsch zusammengelegt. Der zweite Schulbezirk mit der Grundschule „Zum Elefanten“ in Kühren umfasst laut der aktuell verabschiedeten Satzung die Ortsteile Birkenhof, Burkartshain, Kornhain, Kühren, Mühlbach, Nitzschka, Oelschütz, Pyrna, Sachsendorf, Streuben, Trebelshain sowie Wäldgen.

Bereits Mitte Mai hatte der Vorschlag aus dem Stadthaus zumindest pro forma die erste parlamentarische Hürde genommen. Seinerzeit informierte Fachbereichsleiter Thomas Boecker die Mitglieder des Kulturausschusses zu den Details der Plänen und erhielt breite Zustimmung.

Der Verwaltung zufolge fördere die Vereinheitlichung „den Wettbewerb unter den Grundschulen um inhaltliche Angebote“ und komme „den Elternwünschen weitgehend entgegen“, begründete Boecker zur Sitzung erneut den Vorstoß. Bis 2022, fügte er an, hätte die Stadt Wurzen im Übrigen ein Schüleraufkommen von sechs ersten Klassen – eine in Kühren und fünf in der Stadt. Folglich gebe es zwei Wurzener Bildungsstätten mit zwei Zügen und die dritte mit einem Zug. Schon deswegen werde ein Rotationsprinzip eingeführt, wonach jede der drei Einrichtungen aller drei Jahre lediglich eine erste Klasse einschulen darf. Die Entscheidung, welches Kind an welchem Standort den Unterricht besucht, obliegt ab 2018 dann nicht mehr der Stadt, sondern einzig und allein den Schulleitern – und zwar nach einem Kriterienkatalog. Richtlinien für die Aufnahme sind unter anderem: die Kapazität der Schule, Geschwisterkinder, die bereits hier lernen, die Wohnortnähe (Entfernung bis zu zwei Kilometer), die Schulwege und ihre Sicherheit, Barrierefreiheit, die Integrationsmöglichkeit von behinderten Kindern sowie soziale Gründe. Die Schulleiter und Elternratsvorsitzenden sowie die Bildungsagentur gaben bereits im Vorfeld der Ratstagung ihr Einverständnis zur Reform.

Gleichfalls die Signale auf Grün stellte der Stadtrat ferner per Mehrheitsvotum mit dem Kaufbeschluss von Teilen des Wasserturmgeländes am Clara-Zetkin-Platz. Wie berichtet, will die Kommunalbehörde auf dem circa 5000  Quadratmeter großen Areal einen Discounter ansiedeln und den Turm sowie das Gebäude Clara-Zetkin-Platz 11 für die Musikschule Muldental herrichten. Eigentümer des Areals ist derzeit noch der Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen, welcher aber die Immobilie für 130 000 Euro an die Stadt veräußern möchte.

Um mit dem Kaufpreis nicht den Haushalt zu belasten, schreibt die Verwaltung zugleich verschiedene Flurstücke aus, die sie nicht für die Musikschule benötigt – auch hierfür gab das Parlament einige Minuten später sein Ja-Wort. Mögliche Überschüsse aus den Grundstücksgeschäften fließen nach Aussage von Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) in den Bau des Gemeinschaftshauses Sachsendorf. Hiermit wolle die Stadt das Engagement des dortigen Heimatvereins unterstützen, der sich seit seiner Gründung im Vorjahr für das Vor-Ort-Projekt einsetzt, so Röglin.

Von Kai-Uwe Brandt

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