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Abschied vom Traumberuf - nach 42 Jahren im Schuldienst

Abschied vom Traumberuf - nach 42 Jahren im Schuldienst

Nach über vier Jahrzehnten als Lehrerin wurde die Hohburger Grundschulleiterin Edda Hertel in den Ruhestand verabschiedet. Zunächst intern von ihren 188 Schülern und zehn pädagogischen Mitstreitern im Schulgebäude.

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Abschied nach über 40 Jahren im Lehramt: Grundschulleiterin Edda Hertel bekommt von ihren Schülern ein Dankeschön mit auf den Weg in den Ruhestand.

Quelle: Frank Schmidt

Lossatal/Hohburg. Dann offiziell vom Schulträger, Elternrat und von Kooperationspartnern, die dazu ins Hotel "Zur Hohburger Schweiz" eingeladen hatten.

Als die heute 62-Jährige im Jahr 1973 in den Lehramtsdienst eintrat, war die Hohburger Schule eine Polytechnische Oberschule. Erst nach der Wende, als in der damaligen Gemeinde Hohburg die Grundschulen zusammengeführt wurden und ihr Domizil im Hohburger Schulgebäude bekamen, wurde Edda Hertel zur Schulleiterin bestellt. Wenn man jedoch in ihrer Vita noch ein paar Jahre weiter zurückblättert, offenbart sich, dass sie eigentlich viel länger in dieser Schule ein- und ausging. "Das stimmt, ich bin auch schon als Schülerin hier gewesen, denn meine neunte und zehnte Klasse habe ich hier in der damaligen Alfred-Frank-Oberschule absolviert und später auch mein Referendariat - ich gehöre hier wohl zum Urgestein", sagte Edda Hertel lachend und versuchte auf diese Weise ihre Aufregung zu unterdrücken. Was nachvollziehbar ist. Denn in der Turnhalle fanden sich die Mädchen und Jungen für ein kleines Abschiedsprogramm zusammen. Und mit einem selbst gedichteten Lied haben sie all das zum Ausdruck gebracht, was einfach mal gesagt werden musste. Kostprobe gefällig? "In all den Jahren haben wir so viel mit dir erlebt - und unsere Erinnerung ist fest mit Dir verwebt." Gänsehaut inklusive. Die aber nicht von ungefähr aufkam. Denn in den nunmehr 23 Jahren als Grundschulleiterin hat Edda Hertel gemeinsam mit ihren Kollegen und der Kommune als Schulträger aus dem Schulgebäude ein wahres Schmuckkästchen gemacht.

Rückblickend habe es keine Tiefen in ihrer Arbeit als Lehrkraft gegeben. "Nennen wir es schwierige Situationen, die für mich zu Herausforderungen geworden sind, als ab 1997 die weiteren Zusammenlegungen der Grundschulen aus den umliegenden Orten erfolgten. Wir unterrichten hier jetzt Kinder aus etwa 20 Orten, was ein sehr großes Einzugsgebiet ist." Die Höhen werden von Erinnerungen an sehr schöne Schulfeste und von Zirkusprojekten getragen. Aber auch von der Ehrung als sportfreundliche Schule im außerschulischen Bereich und von den sportlichen Erfolgen - um nur einige Beispiele zu benennen.

Was, wenn Edda Hertel erneut eine Berufswahl treffen müsste? "Dann würde ich das machen, was ich schon als kleines Mädchen werden wollte - wieder Lehrerin. Diesen Beruf habe ich mit Leib und Seele ausgeübt." In Zukunft aber stehen die Familie im Vordergrund, die Hobbys wie Reisen innerhalb Deutschlands, Englischkurs, Sport und Freundschaften weiter vertiefen. "Und ich freue mich schon auf den Schulanfang meines Enkelkindes, jedoch als Oma und nicht als Schulleiterin."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.07.2015
Frank Schmidt

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