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Wurzen Adventsausstellung in Hohburg präsentiert Puppenstuben und Kaufmannsläden
Region Wurzen Adventsausstellung in Hohburg präsentiert Puppenstuben und Kaufmannsläden
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16:54 14.11.2016
Ein besonders schönes Puppenhaus mit Balkon von 1932 . Quelle: Foto: Kai-Uwe Brandt
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Lossatal/Hohburg

Gudrun wird sich gefreut haben – damals vor fast sechs Jahrzehnten. 1958 baute Tischlermeister Walter Freigang aus Wurzen im Auftrag ihrer Eltern Ilse und Kurt Gundermann für sie eine Bäckerei en mi­ni­a­ture mit 14 Schubkästchen. Gundermanns betrieben nämlich seinerzeit eine Bäckerei in der Johannisgasse. Weitaus älter ist hingegen die gute Stube im Kleinformat, die Zimmermann Max Gatzsch aus Wurzen 1934 seiner Tochter Ilse bastelte und mit der sogar noch die Enkelkinder Gudrun und Karla in der 60er-Jahren spielten.

Das schönste Exponat aus Sicht von Museumsleiter Matthias Müller entstand zu Weihnachten 1932 für Susanne-Liselotte von Onkel Max und dem Großvater – ein großes, weinrotes Puppenhaus mit aufwendig gearbeiteter Fassade und Balkon. Mit fünf Räumen, Flur und natürlich Elektrik für die Zimmerbeleuchtung und den Weihnachtsbaum. Um gerade diesem Schmuckstück wieder zu frischem Glanz zu verhelfen, legte der Lüptitzer Modellbauer Bernhard Strauch Hand an und restaurierte liebevoll die Schadstellen.

All das und noch viel mehr können Besucher zur Eröffnung der traditionellen Adventsausstellung im Hohburger Museum Steinarbeiterhaus, Kirchgasse 5, sehen und erfahren. „Wie jedes Jahr haben wir natürlich nach einem zweigeteilten Thema gesucht“, so Müller. Im Vorjahr waren es weihnachtliche Volkskunst sowie Wintergemälde von Mathias Steude aus Leisnig. Diesmal stehen „Puppenhäuser & Kaufmannsläden“ im Blickpunkt der Schau, die bis 22. Dezember zu sehen ist.

Sämtliche Spielzeuge stammten übrigens aus dem Bestand der Einrichtung und sind oftmals Schenkungen. Zur runden Sache, erzählt der Diplomhistoriker, werde die aktuelle Exposition jedoch erst durch die Fotografien von Wilfried Römling an den Wänden. Seine Naturmotive fand der gebürtige Lüptitzer vor allem im Wurzener Land und im Winter.

Für Museumschef Müller wirken manche der 32 Bilder „wie Grafiken und passen sehr gut zum Steinarbeiterhaus und seiner Geschichte“. Schließlich klickte die Kamera Römlings unter anderem am Spitzberg, im Steinbruch Dornreichenbach, aber ebenso im Stadtwald Wurzen, oder an der Muldenaue. Für die Fotografie, sagt der 58-Jährige, habe er sich schon von klein auf interessiert. Was nunmehr zu sehen sei, entstand in den Jahren zwischen 2005 und 2016. Das Besondere daran sei, dass keines der Bilder am Computer bearbeitet wurde.

Museumschef Müller hofft in den kommenden Wochen natürlich auf viele interessierte Gäste bis zum Weihnachtsfest und hat die Tische der Kantine schon mal eingedeckt. „Ich gehe davon aus, dass ältere Besucher von unseren Puppenstuben und Kaufmannsläden der Marke Eigenbau begeistert sein werden und dabei in Erinnerungen schwelgen.“ Gelegenheit dazu bietet sich beispielsweise zur 9. Hohburger Bergweihnacht am 4. Dezember von 14 bis 22 Uhr auf dem Gelände der Grundschule.

Museum Steinarbeiterhaus Hohburg, Kirchgasse 5, Adventsausstellung „Puppenstuben & Kaufmannsläden und Winterfotos von Wilfried Römling“ ab 16. November bis 22. Dezember, Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 13 bis 16 Uhr

Von Kai-Uwe Brandt

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