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Alltag auf der Kinderstation im Krankenhaus Wurzen

LVZ-Spendenaktion Alltag auf der Kinderstation im Krankenhaus Wurzen

Manchmal geht es hoch her auf der Kinderstation in Wurzen. Doch Stationsschwester Annett Arnhold und ihre Kolleginnen und Kollegen lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Für sie ist die Arbeit mit den jungen Patienten eine große Freude.

Wohlbehütet auf der Kinderstation fühlen sich auch Mama Nicole Heise (2. v. re.) mit Sohn Adrian aus Wurzen. Links Stationsschwester Annett Arnhold.

Quelle: Thomas Kube

Wurzen. Es ist immer viel zu tun auf der Kinderstation des Wurzener Krankenhauses. Ob Schichtübergabe, Versorgung der kleinen Patienten oder Betreuung der Begleiteltern, über mangelnde Arbeit können sich Stationsschwester Annett Arnhold und ihre 19 Kollegen nicht beklagen. „Unsere Aufgaben sind sehr vielfältig“, sagt Arnhold. „Neben der klassischen Versorgung im Krankenhaus brauchen wir natürlich eine Extraportion Empathie und Verständnis.“ Denn, wer sein Kind schon einmal in ein Krankenhaus bringen musste, weiß wie aufregend die Situation nicht nur für das Kind, sonder auch für einen selbst ist.

Um den Kindern und Jugendlichen den Aufenthalt in der Klinik so angenehm wie möglich zu machen, geben die Kollegen auf der Station alles. „Neben uns Schwestern gibt es eine Kinderbetreuerin, die mit den Kleinen spielt, damit die Tage nicht allzu langweilig werden.“ Wenn Eltern es wünschen, können sie mit ihrem Kind auf der Station bleiben und – wenn es der Gesundheitszustand erlaubt – mit im selben Zimmer schlafen. Bei intensivmedizinischen Fällen bekommen die Eltern ein anderes Zimmer zugewiesen. „Die Möglichkeit, bei den Kindern zu bleiben, nehmen viele Mütter und Väter wahr“, so Arnhold. Die ausgebildete Kinderkrankenschwester arbeitet seit 1990 auf der Station. „Eine Herausforderung als Kinderkrankenschwester ist natürlich der Umgang mit den jungen Patienten: Weint ein Kind aus Angst, weil ihm etwas weh tut oder gibt es einen anderen Grund? Dafür müssen wir ein besonderes Gespür haben und dann natürlich das Kind beruhigen und ihm das Gefühl geben, dass nichts Schlimmes passiert“, so die 51-Jährige. „Das beste ist natürlich, wenn ein Kind gesund und munter wieder nach Hause entlassen werden kann. Dieses Jahr hatten wir eine Patientin hier, die mit Verdacht auf Hirnhautentzündung nach Leipzig in die Uniklinik verlegt wurde. Nach ihrer Genesung kam sie noch einmal zu uns und bedankte sich für den angenehmen Aufenthalt bei uns. Das ist doch eine schöne Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich die Wurzenerin.

Im Schnitt bleiben die Kinder und Jugendlichen etwa vier Tage auf Station. Rund 1500 Patienten sind jährlich auf der Kinderstation, maximal 22 zur gleichen Zeit, im Alter von 32 Wochen bis 18 Jahren. Etwa 680 Begleiteltern sind mit ihren Kindern im Krankenhaus. Diese Leistung übernehmen Krankenkassen bis zum sechsten Lebensjahr, danach müssen die Eltern selbst bezahlen, in Wurzen 30 Euro pro Nacht, inklusive Verpflegung. Gearbeitet wird im Dreischichtsystem, früh, spät und nachts. Wenn man Annett Arnhold fragt, ob sie ihren Job als stressig empfindet, dann winkt sie lächelnd ab. „Stress ist doch wirklich relativ“, sagt sie. „Außerdem mache ich meine Arbeit hier wirklich gerne, da ist Stress wirklich kein Problem.“

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Von Tatjana Kulpa

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