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Wurzen Allwetterplatz für Macherner Tennis-Nachwuchs
Region Wurzen Allwetterplatz für Macherner Tennis-Nachwuchs
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05:00 11.09.2012
Nachwuchs hoch im Kurs: Mit einem goldenen Ball wurde der neue Midcourt eingeweiht. Quelle: Andreas Röse
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Machern

Dass Jugendarbeit bei den Macherner groß geschrieben wird, ist kein Geheimnis. „Von den 240 Mitgliedern sind 90 Kinder und Jugendliche", berichtet Vereinsvorsitzender Udo Land. „Nicht jeder ist ein Becker oder Graf, aber jeder hat Freude am Ballwechsel mit Gleichgesinnnten und im Team." Beflügelt von den Erfolgen, die die Youngster des Vereins regelmäßig einfahren, entschloss sich der Vorstand, dem Drängen von Trainer Oleg Barsukov (43) nachzugeben. „Oleg hielt uns eines Tages ein schönes buntes Prospekt unter die Nase. Schön – hätten wir auch gerne und blickten auf den Finanzer in unseren Reihen", erinnert sich Udo Land. Das sei nun 18 Monate her und am Samstag konnten alle das Ergebnis bestaunen: Für den Nachwuchs entstand kein gewöhnlicher Platz, sondern nach Vereinsangaben der erste Allwettercourt für Kinder in ganz Deutschland mit einem solchen Aufbau und nach den offiziellen Maßen des Deutschen Tennisbundes. Die Spieleigenschaften würden dem eines Sandplatzes gleichen. Und der ganz große Vorteil: „Der Court ist das ganze Jahr über bespielbar", wie Udo Land versichert. Wenn andere Anlagen noch Winterschlaf halten, werden in Machern schon die Bälle übers Netz fliegen. Die Augen von Trainer Oleg Barsukov leuchten, wenn er die Vorzüge der neuen Errungenschaft schildert: „Der Untergrund schont Muskeln und Gelenke. Es macht einfach Spaß, auf diesem Platz zu spielen." Bei allem Komfort überzeuge der Belag durch einen minimalen Unterhaltungsaufwand. „Es ist keine Bewässerung nötig. Auch die aufwendige Überholung, wie sie sonst im Frühjahr ansteht, bleibt uns auf dem Midcourt erspart", freut sich Udo Land über so viel Pflegeleichtigkeit. Die relativ lange Lebensdauer trägt dazu bei, dass der aufstrebende Verein die hohe Investitionssumme besser verschmerzen kann. Immerhin 20 000 Euro ließ sich der TV Grün-Weiß den Ascheplatz der nächsten Generation kosten. „8000 Euro förderte der Freistaat, der Rest sind Eigenmittel", ergänzt Schatzmeister Robert Steinbauer. Bürgermeister Frank Lange (CDU) dankte dem Verein für sein Engagement in Sachen Jugendarbeit: „Trainer Oleg scheucht die Kinder zwar ganz schön über den Platz, aber dann haben sie abends auch keine Lust mehr, Blödsinn zu machen." Als Geschenk überreichte er einen Satz Bälle. Mit dem neuen Midcourt als Basis möchte Machern seinen Ruf als Talenteschmiede weiter ausbauen. „Ab vier, fünf Jahren sind die Jüngsten bei uns willkommen", erklärt Erfolgstrainer Oleg, der an der Minsker Sportakademie Tennis studiert hat und seit 1995 in Sachsen zu Hause ist. Schon Steppkes des benachbarten Kindergartens führt der gebürtige Weißrusse an den Umgang mit der Filzkugel heran. Seine Feuertaufe bestand der Kinderplatz übrigens bereits: Die U 10, in der Nikolai Barsukov mit fünf Jahren als jüngstes Vereinsmitglied steht, holte gegen Weißer Hirsch Dresden und Reichenbach den Sachsenmeister-Titel.

Simone Prenzel

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