Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Als Ratsherr und Pirat in Ralswiek
Region Wurzen Als Ratsherr und Pirat in Ralswiek
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 21.07.2012
Borsorfer Simon Werner steht bei den Störtebeker-Festspielen als Ratsherr auf der Bühne. Quelle: Roger Dietze
Anzeige
Borsdorf/Ralswiek

Für den 41-jährigen Schauspieler hat sich mit dem Engagement im Norden ein kleiner Traum erfüllt. Simon Werner hat in der Soko Leipzig, in Cobra 11 und im Tatort mitgewirkt, erhielt vor drei Jahren den Publikums-Bambi für „Krupp – Eine deutsche Familie" und ist leidenschaftlicher Flieger. Und in diesem Sommer ist der Wahl-Borsdorfer in das beginnende 15. Jahrhundert eingetaucht. Denn bis Anfang September mimt der gebürtige Leipziger bei den Störtebeker-Festspielen einen Piraten und einen Stralsunder Ratsherren. „Es sind zwar keine großen Rollen, aber sie sind bestens geeignet, um sich an die Atmosphäre in Ralswiek gewöhnen zu können", so Werner. Denn obgleich der 41-Jährige seit Mitte der 90er Jahre auf den berühmten Brettern steht, die die Welt bedeuten, ist Ralswiek für ihn nach eigener Aussage eine ganz neue Erfahrung. „Es ist eine ganz andere Spielweise als im Theater, man arbeitet mit Mikrofon und steht zudem auf einer 72 Meter breiten Bühne." Und zwar sechs Tage in der Woche. Denn seit dem 23. Juni hebt sich allwöchentlich von Montag bis Sonnabend auf der Ralswieker Naturbühne um 20 Uhr der Vorhang zu dem Stück „Störtebekers Tod", um nicht vor 22.40 Uhr wieder zu fallen. Dazwischen geben 150 Mitwirkende ihr Bestes, sorgen vier Schiffe, 30 Pferde und jede Menge Stunts und Spezialeffekte für Unterhaltung der besonderen Art. Doch trotz seines Sechstage-Engagements empfindet Simon Werner, der sich zuvor intensiv mit der Figur des norddeutschen Robin Hood beschäftigt hat, seinen Job dennoch nicht als Arbeit, bezeichnet das von ihm betretene schauspielerische Neuland vielmehr als „Urlaubsarbeitsplatz". „Abgesehen davon, dass die Auftritte sehr viel Spaß machen, habe ich den ganzen Tag frei und lediglich zwei Minuten Gehweg von meinem Quartier zu Bühne", so der Borsdorfer. Auf dieser habe er schon 2004 stehen wollen, doch erst in diesem Jahr sei das Engagement durch einen Zufall zustande gekommen. „Ich bin vom Intendanten angesprochen worden und musste nicht lange überlegen", so Simon Werner, der 13 Jahre lang am Schauspiel Leipzig unter anderem in den Stücken Don Karlos und Minna von Barnhelm mitwirkte und sechs Wochen lang in Ralswiek mit den Proben beschäftigt war, bevor am 23. Juni die Premiere stieg. Bis Anfang September wird er insgesamt 67 Mal auf der Ralswieker Naturbühne stehen, und der Wahl-Borsdorfer glaubt nicht, dass es ihm langweilig wird. „Die Zuschauerresonanz ist irre, und nachdem das Wetter im vergangenen Sommer den Festspielen übel mitgespielt hat, haben wir diesmal abgesehen von drei etwas feuchteren Aufführungen bislang optimale Bedingungen."

Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zukunft bewegt, weswegen Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) derzeit an den Stellschrauben eines Pilotprojektes dreht. Das Modellvorhaben „Kooperation im Quartier" (KiQ) nimmt hierfür private Grundstückseigentümer ins Visier und hat zum Ziel, Problemstadtteile nach und nach aufzuwerten.

14.07.2012

Gehofft haben es die Organisatoren sehr wohl, damit gerechnet eher nicht. Die Münchener Freiheit wurde am 7. Juli 2012 zum echten Straßenfeger, lockte Wurzener und Gäste in Scharen und setzte somit den Höhepunkt der Neuauflage des Wurzener Parkfestes am Wochenende.

09.07.2012

Die Wege für den geplanten Standortwechsel der Firma Cryotec Anlagenbau GmbH sind geebnet. Gestern rollte die Landesdirektion Leipzig den letzten Stein beiseite – in Form eines Zuwendungsbescheides.

04.07.2012
Anzeige