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Wurzen Als das lange Schweigen brach
Region Wurzen Als das lange Schweigen brach
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05:00 09.02.2010
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. Nach seiner Marktplatzrede 1989 läuteten die Glocken der Wurzener Kirchen für die Opfer des Stalinismus.

Otto Jacob gründete für Wurzen und Umgebung die Bezirksgruppe der VOS und wurde deren Vorsitzender. Zunächst konnten die Gruppe die Geschäftsräume des Neuen Forums nutzen. Dafür gebühre vor allem Lutz Otto besonderer Dank, so Hans-Adolf Graebert, der die Arbeit der Wurzener Gruppe begleitet. Nach einer weiteren Unterkunft in Jacobs Gartenlaube in der KGV „Muldenaue“, stellte der damalige Oberbürgermeister Anton Pausch einen Raum im Stadthaus zur Verfügung. Auch die nachfolgenden Bürgermeister Jürgen Schmidt und Jörg Röglin unterstütz(t)en die Arbeit der Gruppe, der heute Rolf Starke vorsteht. Der Bennewitzer saß zu DDR-Zeiten elf Jahre unschuldig in politischer Haft (die LVZ berichtete).

Schmidts Initiative ist es zu verdanken, dass eine Gedenktafel im Schlosshof zu Ehren der Stalinismus-Opfer angebracht wurde. Inzwischen hat die VOS-Gruppe mehrere Ausstellungen in Wurzen organisiert. Die jüngste konnte Ende vergangenen Jahres im Stadthaus gezeigt werden.

Unterstützt wird die Gruppe von der Kreistag Wurzen Stiftung. Dank ihrer Hilfe konnten im vergangenen Jahr für Wurzener Gymnasiasten Besuche in das ehemalige sowjetische Speziallager 1 in Mühlberg organisiert werden, die von Kameraden der VOS-Gruppe begleitet wurden. Aus dem Wurzener Umkreis wurden nach Kriegsende rund 270 unschuldige Bürger unter anderem nach Mühlberg gebracht. Unter den Verhafteten befanden sich viele 16-Jährige, die heute als über 80-Jährige der Wurzener VOS-Gruppe angehören.

Auch dieses Jahr wird die Stiftung weitere Unterstützung leisten. So sollen Fahrten mit Schülern in die Stasi-Gedenkstätten Zuchthäuser Waldheim und Hohenschönhausen stattfinden, weiß Hans-Adolf Graebert.

Drago Bock

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