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Wurzen Alte Post in Wurzen wird zum Gästemagneten
Region Wurzen Alte Post in Wurzen wird zum Gästemagneten
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20:09 05.09.2018
Blick hinter die Kulissen: Am "offenen Werkstor" anlässlich der Tage der Industriekultur beteiligte sich auch wieder die Firma Neuman & Esser in der Dresdener Straße. Quelle: Ulrich Heß
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Wurzen

Damit hätte Ulrich Heß nicht einmal im Traum gerechnet. Nach Auswertung der 6. Tage der Industriekultur Leipzig in Wurzen führt die Alte Post in der Bahnhofstraße die Besucher-Hitliste an. Vom 23. bis 26. August nutzten weit über einhundert Leute das Angebot einer Stippvisite des im November 1890 eingeweihten Amtes mit dem markanten Fernsprechturm. Alles in allem zählte die Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land (SiW) 410 Gäste, informiert SiW-Vorstand Heß auf Nachfrage.

Wurzen setzt eigenen Akzent

„Für uns als Verein war es die vierte Auflage und eine sehr erfolgreiche.“ Immerhin beteiligten sich von Altenburg, über Oschatz, Weißenfels bis Zeitz insgesamt 22 Unternehmen, darunter allein neun aus Wurzen. Organisator der Reihe ist der Verein Industriekultur Leipzig gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig. Als Kooperationspartner hier vor Ort sorgt die SiW mit Betriebsbesichtigungen und Vorträgen für wachsendes Interesse. Jedoch mit einem marginalen Unterschied, betont Heß. Während der Hauptakteur mehr Wert auf die Themen Industriekultur und Kunst lege, beziehe sich die SiW in ihrem Programm auf die Industriekultur im Kontext mit der Stadtentwicklung. „Uns geht es unter anderem darum, den Strukturwandel Wurzens zu dokumentieren“, begründet Heß den kleinen Ausreißer. Schließlich gehöre zum erklärten Ziel des im April 2003 gegründeten Vereins, die Entwicklung der Stadt Wurzen und des Wurzener Landes zum „dynamischen Wirtschaftsstandort, attraktiven Wohnort sowie als Ort der Kultur und Bildung“ zu fördern.

Besuche in Traditionsfirmen bleiben im Fokus

Schon deshalb bereichert die SiW ihre jeweiligen Offerten um Immobilien, die nur auf den zweiten Blick etwas mit Industrie zu tun haben. „So zum Beispiel dieses Jahr mit der Alten Post und dem AOK-Gebäude in der Torgauer Straße.“ 2017 lockte übrigens der Bahnhof Wurzen inklusive einer historischen Schau den Großteil der Zuschauer. Dennoch, so Heß, blieben Werksbesuche von Traditionsfirmen wie der Leuchtenmanufaktur oder der Neuman & Esser GmbH weiterhin Gästemagneten. „Wir beobachten allerdings, dass nicht nur Leute mit gewissem Bezug zu den Firmen gern die Termine zu den Tagen der Industriekultur nutzen, sondern verstärkt auch Unternehmensberater und -dienstleister.“

Noch im September plant die SiW ein Treffen, um sich einerseits bei allen beteiligten Betrieben zu bedanken und andererseits, um mögliche Höhepunkte fürs nächste Jahr zu besprechen. „Ich habe da einige Vorschläge, die ich aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten möchte“, sagt Heß. Vielleicht gehört dazu das Anbringen weiterer Infotafeln für den Stadtwanderweg Industriekultur.

Infotafeln mit Eckdaten zu Industriebauten

Seit den jüngsten Industrietagen zieren zwei neue Schilder mit den Eckdaten des Unternehmens die Gießerei Wurzen GmbH in der Dresdener Straße 40 sowie Neuman & Esser Deutschland GmbH in der Dresdener Straße 73 – beide gingen aus der Maschinenfabrik (Mafa) Wurzen hervor. „Acht Tafeln sind es momentan, zehn sollen es bis Sommer 2019 werden.“ Spätestens dann seien die Anlaufpunkte des Weges komplett und entsprechende Führungen könnten beginnen, verdeutlicht Initiator Heß. Der erste Wegweiser seiner Idee wurde August 2014 im kleinen Wurzener Ortsteil Mühlbach installiert, wo die älteste Zuckerfabrik Mitteleuropas steht.

Von Kai-Uwe Brandt

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