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Wurzen Altenpflegeheim am Hohburger Kaolinsee geplant
Region Wurzen Altenpflegeheim am Hohburger Kaolinsee geplant
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15:42 11.03.2010
Digitaler Blick in die Zukunft: Altenpflegeheim am Kaolinsee. Quelle: privat .
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Hohburg

Investor Lutz Heuser, Geschäftsführer der Sachsen-Klinik Naunhof, machte mit dem Sieben-Millionen-Projekt vertraut, das in Hanglage auf einer Betriebsfläche entstehen soll. Sie wird frei, weil der jetzige Nutzer sein Unternehmen optimiert und sich auf ein Drittel des derzeitigen Areals zurückziehen will.

„Mit einem elektronischen Blick in die Zukunft“ gelang es Heuser, bei seinen Zuhörern ganz konkrete Vorstellungen von dem Projekt zu wecken. Er plant als Betreiber ein 87-Betten-Haus und fasst als Fertigstellungstermin den Dezember 2011 ins Auge. Der Investor hat sich dabei vom künftigen Bedarf an Pflegeplätzen im Wurzener Raum leiten lassen. Die Einrichtung soll neben Räumen für Einzelpersonen über 15 Doppelzimmer verfügen. Kernstück der viergeschossigen Anlage sei im Souterrain mit Blick zur Seeseite ein großzügig geschnittener Veranstaltungsraum, der auch für gemeinsame Mahlzeiten an Sonn- und Festtagen genutzt werden könne. Geplant sei auch eine Cafeteria im Erdgeschoss. Ganz wichtig sei ein Therapiebereich mit milder Sauna, Wasserbecken und einem sogenannten Snoezelenraum, wo sich die Heimbewohner bei Licht, Düften und sphärischen Klängen entspannen können. Heuser verwies auf einen gut kontrollierbaren Eingangsbereich und die Möglichkeit im ersten und zweiten Obergeschoss Mahlzeiten in Wohngruppen einzunehmen. Das Wegesystem um die Einrichtung werde so erschlossen, dass sich auch für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte keine Barrieren auftun. Geplant sei auch ein Garten, in dessen Gestaltung sich die Hausbewohner einbringen können. Auch ein „vernünftiges Energiekonzept“ mit Solarenergie soll umgesetzt werden.

„Das wird ein schönes Objekt“, zeigte sich der Investor zuversichtlich. Die Kubatur des Gebäudes sei gut geeignet, mit kurzen Wegen Altenpflege zu realisieren. Heuser deutete auch die Möglichkeit an, zwei bis drei Jahre später eine 16 Einheiten umfassenden Einrichtung für betreutes Wohnen ins Auge zu fassen.

Geplant, das hänge von der Pflegestufe der Bewohner ab, seien rund 40 Arbeitsplätze, wobei Heuser mindestens zwei Ergotherapeuten vorsieht.

Die Gemeinderäte interessierten sich besonders für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Heuser sicherte zu, für seine Einrichtungen prinzipiell Personal aus der Umgebung zu favorisieren und kündigte nach einer Anlaufpase in dem Hohburger Haus auch Ausbildungsplätze an. „Ich hatte schon erste Anfragen, aber momentan haben wir nur Papier und gute Absichten, noch keinen Spatenstich und keine Bodenplatte“, betonte Heuser. Erst ab 2011 werde ein Ansprechpartner für potentielle Einstellungen benannt,.

Bürgermeister Uwe Weigelt machte darauf aufmerksam, dass das Areal als Gewerbegebiet ausgewiesen sei. Um Baurecht zu schaffen, müsse eine Überplanung vorgenommen werden. Er geht davon aus, dass bereits Ende April ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden kann, damit das sportliche Ziel erreichbar bleibt, im Oktober 2010 mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Ingrid Leps

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