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Wurzen Am Lichtwer-Gymnasium in Wurzen üben Neuntklässer fürs Vorstellungsgespräch
Region Wurzen Am Lichtwer-Gymnasium in Wurzen üben Neuntklässer fürs Vorstellungsgespräch
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17:14 14.03.2016
Die Neuntklässler vom Lichtwer-Gymnasium Wurzen beim Bewerbertraining.
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Wurzen

Wie bereite ich mich auf ein Bewerbungsgespräch vor? Wie präsentiere ich mich meinem potenziellen Arbeitgeber und wie sollte meine Bewerbung aussehen? Mit diesen und anderen Fragen haben sich beim jährlichen Bewerbungstraining der Klassenstufe Neun am Lichtwer-Gymnasium in Wurzen die Schüler beschäftigt. Unterstützt wurden sie bei ihrem Training von externen Trainern und Berufsberaterinnen vom Berufsinformationszentrum (BiZ) der Arbeitsagentur Oschatz. Die Trainer kommen aus der Region, so etwa von den Muldentalkliniken GmbH, der Landestalsperrverwaltung des Freistaates Sachsen, Stadtverwaltung Wurzen, Stora Enso Sachsen oder der Sparkasse Muldental.

Kathrin Rentsch, Fachleiterin für den musisch-künstlerischen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich am Lichtwer-Gymnasium hatte die Idee vor vier Jahren mit an die Schule gebracht. „An meiner vorherigen Arbeitsstelle, dem Gymnasium in Eilenburg, haben wir einen solchen Trainingstag auch veranstaltet und er wurde von den Schülern immer positiv angenommen.“

Gestern fand der Bewerbertag bereits zum dritten Mal statt. „Die etwa 80 Schüler des Jahrgangs haben wir per Losverfahren in neun Gruppen aufgeteilt“, erklärte sie. „In diesen kleinen Gruppen wird dann mit jeweils einem externen Trainer die Selbstpräsentation geübt und Online-Bewerbungen ausgefüllt. Am Ende gibt es für jeden Schüler dann auch ein individuelles Feedback, ob er sich beispielsweise gut verkauft hat oder ob seine Vorstellungen an seinen künftigen Traumberuf überhaupt realistisch für ihn sind.“ Wohin es beruflich einmal gehen soll, wissen in der 9. Klasse nur die wenigsten Schüler. Diese Erfahrung macht auch Madeleine Obendorf. Sie ist Berufsberaterin für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur in Oschatz. „Ich finde es nicht weiter schlimm, wenn Gymnasiasten in der neunten Klasse noch nicht genau wissen, was sie einmal werden möchten“, so Obendorf. Je näher der Abschluss rückt, desto konkreter werde auch der Berufswunsch.

Der 15-jährige Nicolas Mehnert, hat schon konkrete Vorstellungen: „Ich möchte nach der Schule etwas in der Richtung Autotechnik oder Mechatronik machen. „Den Trainingstag finde ich interessant und außerdem lerne ich die Abläufe einer Bewerbung kennen.“ Weniger euphorisch ist Lennart Pleil, ebenfalls 15: „Das Bewerbertraining finde ich nicht so spannend. Ich bin mir auch noch nicht sicher, was ich nach der Schule werden möchte.“

Lehrerin Rentsch weiß, dass sich die Schüler ein solches Training in der Jahrgangsstufe elf noch einmal wünschen würden. „Dann sind sich viele sicherer in ihrem Berufswunsch, aber auch darin, sich anderen gegenüber zu präsentieren beziehungsweise sich ein Stück weit zu verkaufen – darum geht es ja: Den Arbeitgeber für sich zu begeistern.“

Von Tatjana Kulpa

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