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Wurzen Ampel in Schmölen bleibt aus – Eltern sorgen sich um Kinder
Region Wurzen Ampel in Schmölen bleibt aus – Eltern sorgen sich um Kinder
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10:13 17.03.2017
Aus auf unbestimmte Zeit: Die Fußgängerampel in Schmölen wurde nach Ansicht der zuständigen Behörden selten in Anspruch genommen. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Bennewitz/Schmölen

Die Fußgängerampel an der Bundesstraße 107 bleibt aus. Weil im Ort gerast werde, regten Eltern in den vergangenen Monaten bei der Gemeindeverwaltung an, die Ampel zwischen Quergasse und Buchenweg wieder in Betrieb zu nehmen. Aus ernstem Grund: Sie wollen nicht, dass ihre Kinder die gefährliche Bundesstraße ohne Ampel überqueren. Weiter erhofften sie sich, dass Rotphasen den Verkehr einbremsen könnten. Die Verkehrsbehörde des Landratsamtes und die Polizei sehen derzeit jedoch keinen Handlungsbedarf.

„2013 wurde die Ampel abgeschaltet“, sagt Marlis Baruth von der Gemeindeverwaltung in Bennewitz. „Das Landratsamt hat das Ganze dann im Auge behalten und 2016 nach intensiver Prüfung die Anordnung zur dauerhaften Abschaltung erteilt.“ Die Prüfung sei mit dem Baulastträger für Bundesstraßen und der Polizei abgestimmt worden und habe ergeben, dass die Ampel im Durchschnitt sechsmal am Tag benutzt wurde. Für die Behörden zu selten. Bei den wenigen Rotphasen stellten sich Verkehrsteilnehmer darauf ein, dass die Ampel grün zeige und freie Fahrt bestehe. Die Geschwindigkeit sei somit nicht zu regulieren. „Unsere Verkehrsüberwachung ist ständig vor Ort. Die B 107 zeigt auch Anfang 2017 innerorts von Schmölen keine erhöhten Werte bei den Geschwindigkeitsverstößen im Vergleich zu ähnlichen Standorten“, so die Einschätzung des Landratsamtes.

Dass dies kein zufriedenstellendes Ergebnis ist, äußerten mehrere Schmölener auf der Einwohnerversammlung im Februar. Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) kündigte daraufhin an, die gemeindeeigene Geschwindigkeitsanzeige an der Bundesstraße aufhängen zu wollen. Patrick Graf, verantwortlich für die Ordnungsangelegenheiten der Kommune, bestätigt dies. Die Anzeige signalisiert den Autofahrern in Form eines Smileys, ob sie sich zu schnell (trauriges Gesicht) oder innerhalb des Tempolimits bewegen (fröhliches Gesicht). Zusätzlich werden die Messungen gespeichert, so dass festgestellt werden könne, „in welchen Bereichen zu schnell gefahren wird und in Absprache mit der Polizei Tempokontrollen sinnvoll wären“, so Graf weiter. „Da es eine Bundesstraße ist, ist aber das Landratsamt bei Tempokontrollen federführend.“ Derzeit befinde sich die Tafel zur Auswertung im Rathaus. Wann sie ihren Platz in Schmölen findet, stehe noch nicht fest.

Auch das Landratsamt hält die Smiley-Anzeige für sinnvoll, „da sie weit sichtbar anzeigt, wer sich wie verhält“, so Sprecherin Brigitte Laux. Weiteren Handlungsbedarf gebe es derzeit nicht: „Der ursprüngliche Zweck der Ampel, unter anderem die Schulwegsicherung, wird nicht mehr erfüllt, so dass die Ampel schon seit Jahren außer Betrieb ist. Die Verkehrsunfallkommission war sich daher einig, die Ampel nicht wieder in Betrieb zu nehmen.“

Um auf sich ändernde Verkehrsbedingungen zu reagieren, wurde die Ampel jedoch nicht abgebaut, heißt es abschließend aus der Gemeindeverwaltung. Patrick Graf merkt an: „Außerdem gibt es in Schmölen bestehende Geschwindigkeitsbegrenzungen, an die sich jeder halten sollte.“

Von Mathias Schönknecht

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