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Wurzen Andalusiergestüt Polenz feiert Tag des Pferdes
Region Wurzen Andalusiergestüt Polenz feiert Tag des Pferdes
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00:30 30.05.2018
In Polenz drehte sich zwei Tage alles rund ums Pferd: Das gastgebende Andalusiergestüt präsentierte unter anderem seine Zuchtstuten. Quelle: Roger Dietze
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Brandis/Polenz

Der diesjährige vom Polenzer Andalusiergestüt ausgerichtete „Tag des Pferdes“, mithin der siebente seiner Art, hielt einmal mehr, was er versprach. Über das gesamte Wochenende hinweg drehte sich auf dem Gelände des „El Camino Andaluz“ alles um die Vierbeiner. Sowie um den Tierschutz, für den sich das Polenzer Gestüt stark macht.

Jede Menge Präsentationen

Quasi rund um die Uhr stellten an den beiden Tagen Ausbilder diverser Reitweisen diese dem Publikum vor, das zudem mit Showacts und Wissenswertem rund um das Thema Pferd unterhalten wurde. Mit von der Partie war zum wiederholten Mal ein Minipony-Showteam aus dem Allgäu, das dem Polenzer Publikum Einblicke in Holzrücketechniken gewährte. Ferner präsentierte das Showteam Mirage die Reitperformance „Pas de Quatre“ und das gastgebende Gestüt seine Zuchthengste und -stuten. Einen der Höhepunkte bildete der Auftritt des vor drei Jahren ins Leben gerufenen Projektes Maremmapferde, in dem sich Züchter, Ausbilder und Pferdeliebhaber dem Erhalt der mittlerweile von der Region Toskana auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten gesetzten Pferderasse sowie der Tradierung der italienischen Reitweise „Butteri“ verschrieben haben.

Ihrerseits der Zucht und Aufzucht der Rasse Pura Raza Española verschrieben, hat sich die Inhaberin des Polenzer Andalusiergestütes, Almuth-Bianca Schneider-Matson, die vor 13 Jahren die einstige Schweinemastanlage am Rande des Planitzwaldes erwarb und zu einem modernen Gestüt aus- und umbaute. In dem sind aktuell reichlich 30 eigene und ein Dutzend Pensionspferde untergebracht. Womit Almuth-Bianca Schneider-Matson in Polenz das größte Gestüt in den neuen Bundesländern betreibt, in dem Pferde der Rasse Pura Raza Española gezüchtet werden. Pferde, die sich laut der Gestütsinhaberin durch ihre Schönheit, ihre Noblesse sowie ihren Adel auszeichnen. Historisch rührt die Bezeichnung „Andalusier“ daher, dass im Mittelalter der gesamte muslimische Teil der Pyrenäenhalbinsel, auf der die Pferdezucht blühte, Al-Andalus genannt wurde. Die Herkunftsbezeichnung ist dementsprechend grundsätzlich nicht auf die heutige Region Andalusien beschränkt, die wichtigen Zentren der spanischen Pferdezucht indes liegen in der südspanischen Region. Dort, wo auch Schneider-Matson vor über zwei Jahrzehnten in den Bann der Rasse Pura Raza Española gezogen wurde, die nicht umsonst auch „Pferde der Könige“ genannt werden.

Garantie für Reinrassigkeit

Mittlerweile jedoch werden die edlen Vierbeiner nicht mehr ausschließlich von blaublütigen Reitern geritten. „Freizeitreiter setzen spanische Pferde ebenso ein wie Show- und Dressurreiter“, so Schneider-Matson, der zufolge sich Tiere dieser Rasse durch ihren ebenso sensiblen wie auf den Menschen bezogenen Charakter auszeichneten. Merkmale, die offensichtlich immer mehr Pferdeliebhaber zu schätzen wissen. „Unsere Pferde sind nicht nur deutschland-, sondern darüber hinaus auch europaweit nachgefragt“, so die Gestütsinhaberin, deren Zuchtbetrieb nach eigener Aussage ausschließlich mit so genannten „gekürten“ Tieren arbeitet. „Das Stutenbuch ist geschlossen, und dies garantiert, dass nur reinrassige Tiere in der Zucht zum Einsatz kommen“, so Schneider-Matson.

Von Roger Dietze

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