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Wurzen Anderthalb Jahre nach der Flut: Endlich fließt Geld für Bootshaus-Sanierung
Region Wurzen Anderthalb Jahre nach der Flut: Endlich fließt Geld für Bootshaus-Sanierung
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14:07 19.05.2015
Das Schmölener Objekt: Mit 460 000 Euro sollen demnächst die Schäden durch das Hochwasser im Juni 2013 behoben werden. Quelle: Andreas Röse

Über anderthalb Jahre nach dem verheerenden Hochwasser der Mulde im Juni 2013, welches die beiden Immobilien der Rudervereinigung Schwarz-Gelb arg in Mitleidenschaft zog, können die Schäden repariert werden.

Die Freude darüber ist bei der Vereinschefin jedoch getrübt. Schließlich dauerte es aus Sicht der Führungsriege und ebenso der Mitglieder viel zu lange bis zum Start des Vorhabens und sorgte bereits im Vorfeld für reichlich Kritik in den Reihen der Sportgemeinschaft (die LVZ berichtete). "Die Fördergeldbescheide der Sächsischen Aufbaubank liegen immerhin schon seit Juli des Vorjahres vor. Passiert ist aber nichts", so Dögnitz. Weshalb die Stadt Wurzen bis dato brauchte, um Nägel mit Köpfen zu machen, bleibe ihr schleierhaft. Daher nahmen die Ruderer mittlerweile selbst das Heft des Handelns in die Hand.

"Dank der tollen Unterstützung vieler Helfer in den vergangenen Wochen erstrahlt das Gästezimmer in Schmölen demnächst im neuen Glanz." Beinahe täglich wurde gewerkelt - Tapete entfernt, die alten Betten und Schränke demontiert, Wände gestrichen oder Laminat verlegt. Was jetzt noch fehle, seien Schalter, Steckdosen, 24 Rollos und zwölf Regale. "Hierfür benötigen wir dringend Sponsoren." Denn der Kauf von 16 nagelneuen Etagen- und zwei Einzelbetten inklusive 34 Matratzen, Kopfkissen sowie Decken habe ein großes Loch in die Vereinskasse gerissen. Bis Ende des Monats wolle der Verein die Arbeiten abschließen, um sich der nächsten Etappe zu widmen.

Etwa 590 000 Euro fließen dann in beide Immobilien rechts und links der Mulde: 130 000 Euro in den Rückbau der Gebäude auf Wurzener Seite - "lediglich der Backsteinbau bleibt bestehen" - sowie 460 000 Euro in die Rekonstruktion des Objektes auf Bennewitzer Flur. "Das gesamte Erdgeschoss bedarf einer Rundum-Reko, darunter die Toilettenanlagen und der Kraftraum." Welche Verhältnisse vor Ort herrschen, zeigte sich vor Monaten in der Damaschkestraße. Weil nichts passierte, grassierte der Schimmel in der Wurzener Trainingsstätte. Dögnitz schaltete deshalb das Hygieneamt der Kreisbehörde ein. Die Experten schickten wenig später angesichts nasser Wände und des lecken Daches einen vernichtenden Prüfbericht an den Eigentümer, die Stadtverwaltung. Am 1. Oktober 2014 zog Vereinschefin Dögnitz die Notbremse und sperrte kurzerhand das Objekt. Auch über die von Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) 2012 offerierten Plänen, einen modernen Ruderstützpunkt in Wurzen entstehen zu lassen, spricht heute niemand mehr. Dögnitz dazu: "Das Projekt ist ein für alle Mal gestorben." Lediglich der Landesruderverband stehe weiterhin hinter dem Verein. Als Zeichen des Schulterschlusses führt er sogar am Wochenende in Schmölen eine Schulung mit allen Vereinsvorsitzenden des Freistaates durch. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.01.2015
Kai-Uwe Brandt

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