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Anhänger von Roter Stern Leipzig demonstrieren vor dem Spiel in Brandis

Anhänger von Roter Stern Leipzig demonstrieren vor dem Spiel in Brandis

Friedlich verlief die antifaschistische Demonstration, zu der am Mittwoch die Anhänger der Mannschaft Roter Stern Leipzig in Brandis aufgerufen hatten. Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot zogen die Teilnehmer bis zum Sportplatz der Freundschaft im Dahlienweg.

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Vor dem Wiederholungsspiel von Roter Stern Leipzig beim FSV Brandis demonstrieren mehrere hundert Menschen gegen rechte Gewalt im Fußball.

Quelle: Andreas Röse

Brandis/Beucha. Hier war ein Spiel des Leipziger Klubs gegen den FSV Brandis im Oktober vorigen Jahres von rund 50 Neonazis überfallen worden. Das Wiederholungsspiel am Mittwochabend endete 2:0 für Roter Stern.

Die Polizei wollte von vornherein nichts anbrennen lassen: „Wir sind heute mit der nötigen Personalstärke vor Ort, um sowohl die Demonstration als auch das Fußballspiel in Beucha abzusichern“, erklärte Polizeisprecher Mario Köppe. Brandis bescherte der Tag den wohl größten Einsatz an Sicherheitskräften, den die Stadt jemals erlebte.

Mit erheblicher Verspätung setzte sich der Zug vom Brandiser Bahnhof aus gegen 17.45 Uhr in Bewegung. Über die Lange Straße, die Grimmaische und die Hauptstraße zogen die überwiegend jungen Leute bis zum Markt, wo sie eine kurze Kundgebung abhielten. Auf dem Sportplatz Freundschaft selbst herrschte Ruhe. Die Wiederholung des Bezirksklassespiels am Abend hatten die Fußball-Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen nach Beucha verlegt. Die Mannschaft von Roter Stern gewann vor rund 780 Zuschauern mit 2:0.

Für die Demo unter dem Motto „Wir geben keine Ruhe“ war in Internetforen und auf Plakaten in der Region geworben worden. Die meisten der Teilnehmer reisten mit Bussen aus dem Leipziger Stadtteil Connewitz an. Grünen-Bundestagsabgeordnete Monika Lazar, die die Veranstaltung angemeldet hatte, war mit der Resonanz mehr als zufrieden. „Es sind mehr Leute gekommen, als wir erwartet hatten.“ Während der Red Star Supporters Club, die Fanorganisation des Leipziger Fußballvereins, von über 500 Demonstranten sprach, nahmen laut Polizei etwa 350 Leute an dem Marsch durch Brandis teil.

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Die Teilnehmer der Demo zogen biis zum Sportplatz der Freundschaft im Dahlienweg. Hier war ein Spiel des Leipziger Klubs gegen den FSV Brandis im Oktober vorigen Jahres von rund 50 Neonazis überfallen worden.

Quelle: Andreas Röse

„Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir im Leipziger Umland Nazis nicht das Feld überlassen“, erklärte eine Sprecherin des Leipziger Vereins während einer kurzen Kundgebung auf dem Brandiser Markt. Auch mit Transparanten und lautstarken Sprechchören bezogen die Teilnehmer deutlich Position. "Wir sind zufrieden, dass so viele Leute unser Anliegen unterstützen und dafür teilweise weit angereist sind", so eine RSL-Sprecherin am Abend gegenüber LVZ-Online. Wie die Polizeidirektion Westsachsen mitteilte, sei auch nach dem Spiel alles ruhig geblieben. Bei der Abreise der Fans habe es keine Störungen gegeben.

Die wenigen Brandiser, die die Demo verfolgten, taten das mit sichtlicher Distanz und gemischten Gefühlen. „Es ist schlimm, was im Oktober hier passiert ist, aber das heute verschreckt mich auch“, so die Meinung einer Passantin, die einige der Antifa-Sprechchöre kopfschüttelnd zur Kenntnis nahm. Ein Rentner, an dem der Tross vorbeizog, meinte über den Gartenzaun gelehnt hingegen: „Es ist richtig, was die jungen Leute fordern.“

Simone Prenzel/nöß

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