Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Arbeiterwohlfahrt in Brandis erinnert an „Töpfchenträger“ der ersten Stunde
Region Wurzen Arbeiterwohlfahrt in Brandis erinnert an „Töpfchenträger“ der ersten Stunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 01.11.2016
Ein Ständchen für die Brandiser AWO-Mitglieder: Unter Leitung von Hans Ross spielte das Blasensemble des Musikvereins zum großen Brandistreff auf. Quelle: Roger Dietze
Anzeige
Brandis

In ziemlich beengten Verhältnissen nahm die Geschichte des Brandiser Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) vor annähernd 26 Jahren ihren Anfang, nämlich in einem kleinen Klubraum des Kultursaales im Schloss. Hier wurde der Ortsverein wenige Wochen vor der Wiedervereinigung aus der Taufe gehoben. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die im vergangenen Dezember pünktlich zum 25-Jährigen mit der Eröffnung einer modernen Sozialstation im alten Schlecker-Gebäude in der Braustraße ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Am Freitagabend ließ die Ortsvereinsvorsitzende Sabine Köhler im Rahmen des großen Brandistreffs in der Musikarche für Mitglieder, Mitarbeiter und Neugierige die reichlich zweieinhalb Jahrzehnte Revue passieren. „Wir sind damals mit einem guten Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pflegebereich und in der Verwaltung gestartet, heute sind allein in der Sozialstation über 20 Pflegefach- und Pflegehilfskräfte beschäftigt“, zog Köhler Bilanz. Ihren Worten zufolge füllte die AWO mit ihrer, ebenfalls in Nebenräumen des Kultursaales eingerichteten, ersten Sozialstation unmittelbar nach dem Mauerfall eine Lücke.

„Die Gemeindeschwesternstation war zu diesem Zeitpunkt bereits aufgelöst, und der Hilfsdienst der Volkssolidarität für Hauswirtschaftspflege sowie die Mittagessenversorgung mussten neu strukturiert werden“, so die 76-Jährige. In diesem Zusammenhang erinnerte sie an die „Töpfchenträger“ genannten ehrenamtlichen Helfer, die Tag für Tag die Mittagsrationen in privaten Töpfen aus der im Schloss untergebrachten Hauptküche abholten und an Rentner und Behinderte verteilten.

Mit der Erweiterung der Betreuungsangebote stieß die AWO im Schloss schnell an ihre räumlichen Grenzen, weshalb sich der Umzug in das Gebäude Markt 4 – die heutige Sparkasse – erforderlich machte.

Mit dem Bezug der neuen Sozialstation Ende vergangenen Jahres hat der Brandiser AWO-Ortsverein eine neue Qualitätsstufe erreicht. „Die Bedingungen sind optimal, die Station ist mit der modernsten Technik ausgestattet, so dass es eine Investition in die Zukunft ist“, erläuterte die neue Pflegedienstleiterin Janina Herrmann. Gemeinsam mit ihren reichlich 20 Mitarbeiterinnen ist sie für rund 120 betreuungsbedürftige Menschen in der Stadt Brandis und den umliegenden Ortschaften verantwortlich – bislang im Rahmen der Dienstleistungsbereiche ambulanter Pflegedienst und Tagesbetreuung, ab dem nächsten Jahr zusätzlich auch in der Tagespflege, die gegenüber der Tagesbetreuung mit erweiterten Angeboten aufwartet.

Erweiterte Angebote, die im Zusammenspiel mit der demografischen Entwicklung dazu führen, dass die AWO permanent auf der Suche nach Fachkräften ist. Denn die sind ein rares Gut. „Entsprechend sind wir bestrebt, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gute Konditionen anzubieten und erstatten etwa jenen, die ihre Kinder in einer Kindertagesstätte betreuen lassen, die dabei anfallenden Gebühren“, so Simone Kroll, Sachgebietsleiterin Pflege bei der AWO Pflege- und Betreuungs gGmbH.

Von Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Spenden und freiwillige Helfer benötigt der „Verein zum Wohle der Tiere“ für seinen Gnadenhof in Lossa. Die Gelder werden für den Um- und Ausbau des Trafohauses der ehemaligen Pumpstation benötigt. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 kümmert sich der Verein um alte und kranke Tiere und bemüht sich, sie in liebevolle Haushalte zu vermitteln.

02.11.2016

Danke für diese schauerlichen Einsendungen! Viele Leser folgten dem LVZ-Aufruf und schickten uns Fotos ihrer Schnitz-Erfolge. Hier zeigen wir die schönsten Bilder.

31.10.2016

Wenn Studium oder Berufsausbildung anstehen, geben viele Jugendliche den Vereinssport auf. Sie müssen umziehen oder haben keine Zeit für regelmäßiges Training. So verlieren Vereine wichtigen Nachwuchs, für Sport und Ehrenamt. Die Wurzener Rudervereinigung Schwarz-Gelb kann sich, dank olympischer und Bundesligaerfolge nicht über Nachwuchsmangel beschweren.

29.10.2016
Anzeige