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Wurzen Artenschutz für Elefanten-Schule
Region Wurzen Artenschutz für Elefanten-Schule
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05:00 28.04.2011
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. Damit verfügt die Einrichtung wieder über die Mindestschülerzahl für die Bildung einer ersten Klasse im Sommer. Bei den Kolleginnen der Elefanten-Schule machte sich gestern Erleichterung breit.

Völlig überraschend kam die Meldung für die Lehrerinnen nicht, räumt Simone Schneider ein. Sie fungiert an der Schule derzeit als Ansprechpartnerin und damit halb offiziell als Vertreterin der erkrankten Schulleiterin. „Die Anmeldung für das Kind wurde in der vergangenen Woche abgegeben", so Schneider. Allerdings habe die Mutter des Kindes die amtliche Bescheinigung vom Einwohnermeldeamt erst im Laufe des gestrigen Mittwochs beigebracht. „Erst damit waren die Unterlagen vollständig und wir haben alles sofort an die Bildungsagentur gefaxt."

Die Leipziger Behörde hatte unlängst den Anträgen zweier Familien stattgegeben, die ihre Kinder in einem anderen Schulbezirk einschulen lassen wollten. Erst dadurch war die Elefanten-Schule wieder unter die kritische Marke von 15 Schulanfängern gerutscht. Im Ergebnis dessen hatte das Kultusministerium vor Ostern die Bildung einer ersten Klasse in Kühren in Frage gestellt (wir berichteten).

Diese Praxis erfuhr auch gestern Kritik. „Zum Stichtag am 14. März hatten wir genügend Schulanfänger", sagt Schneider. Erst am 6. April sei die Ausnahmegenehmigung durch die Bildungsagentur erteilt worden. „Wenig Zeit für uns, zu reagieren", erklärt Schneiders Kollegin Ute Buchwald. Vorerst herrsche natürlich eine gewisse Erleichterung unter den Beschäftigten. „Aber wir müssen ja noch den Bescheid der Bildungsagentur abwarten", so Buchwald, die einräumt, dass das Hin und Her an den Nerven zerrt: „Es macht momentan wenig Spaß." Nach den Querelen im letzten Jahr sei seitens der Bildungsagentur eine stärkere Profilierung und Präsenz der Schule angemahnt worden. „Da haben wir uns dran gehalten. Trotzdem gab es wieder Schwierigkeiten." Gerade mit Blick auf die vergleichsweise kopfstarken Jahrgänge in den nächsten Jahren sei die drohende Entscheidung gegen die Grundschule in Kühren nicht nachvollziehbar.

Dabei habe sich der gute Ruf der ländlich gelegenen Schule durchaus über die Grenzen des Schulbezirks verbreitet. „Wir bekommen zum Beispiel Anfragen aus Meltewitz", sagt Lehrerin Regina Grundig. Aber die so gewonnenen Schulanfänger würden von der Bildungsagentur in der Statistik nicht berücksichtigt; tragen also nicht zur Aufstockung der Minimalschülerzahl von 15 Kindern bei. Umgekehrt würden aber die aus dem Schulbezirk „geflohenen" Kinder von der Liste gestrichen: „Das ist doch unverständlich." In den letzten Tagen hätten immer wieder Eltern und Mitglieder von Förderverein und Ortschaftsrat angerufen. „Um uns den Rücken zu stärken." Denn ohne eine Grundschule, sagt Buchwald, stirbt das Dorf.

Markus Tiedke

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