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Wurzen Astrid Höschel-Bellmann und Sven Ritter stellen im Kunst-Salon Borsdorf aus
Region Wurzen Astrid Höschel-Bellmann und Sven Ritter stellen im Kunst-Salon Borsdorf aus
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00:18 31.05.2017
Astrid Höschel-Bellmann und Sven Ritter während der Vernissage im Kunst-Salon Borsdorf. Quelle: Helma Ritter
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Borsdorf

Sven Ritter schickt sich an, seinen aparten Kunst-Salon in Borsdorf als populären Musentempel zu etablieren. Der Maler und Tanzlehrer hatte nach 2016 zum zweiten Mal zu einem Ausstellungsfest eingeladen. Und dafür mit der Leipziger Schauspielerin und Malerin Astrid Höschel-Bellmann eine prominente Künstlerkollegin gewonnen. Da drängte sich das Ausstellungsmotto fast auf: „Pas de deux“.

Bei der Vernissage zollte das interessierte Publikum der künstlerischen Zweisamkeit hörbares Lob. Konnte es doch in benachbarten Räumen ganz unterschiedliche Gegenstände und Maltechniken betrachten: Astrid Höschel-Bellmanns Schauobjekte in Aquarell-Pastell-Kohlezeichnung und Sven Ritters Offerten in Ölmalerei und Tuschezeichnung. „In der Tat lassen unsere Gemälde kaum Ähnlichkeiten erkennen. Doch Gegensätze ziehen sich bekanntlich an“, begründete die Leipzigerin ihre Mitwirkung. „Möge sich jeder sein eigenes Bild machen.“ Dicht gehängt die Arbeiten Astrid Höschel-Bellmanns. Die von Film, Fernsehen und Bühne bekannte Schauspielerin und Diseuse macht schon seit vielen Jahren auch als Malerin von sich reden. Breite Anerkennung finden ihre feinsinnig-kultivierten Akte und die sattstrahlenden Farbkompositionen, die sie thematisch selbst als „Zwischenmenschliches“ kategorisiert. Von beiden Sujets hatte sie schöne Beispiele nach Borsdorf mitgebracht. Freilich, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Welche der sich in selbstbewussten Posen präsentierenden nackten Damen zur Aphrodite erwählen? Vielleicht die mit ihren Reizen raffiniert geizende „Ricarda mit Tutu“, von der Malerin in spielerischer Leichtigkeit mit Kohle-Pastell-Ölkreide aufs Papier gezaubert? Bei Höschel-Bellmanns hintergründig-metaphorischen Kreationen in Aquarell/Mischtechnik über allzu menschliche und zwischenmenschliche Emotionen bestach der sinnenfrohe und mitunter geradezu provozierende Farbenrausch. Ein Fest für Augen und Fantasie, wo in knallendem, ineinander fließendem Kolorit Signalrot die Akzente setzt. Wie bei „Rivalinnen“ oder „Illustre Gesellschaft“ oder „Seemann & Frau“.

Sven Ritter überraschte mit neuer Handschrift. Statt der von ihm erwarteten Bilder in Acryl-Technik stellte er überwiegend brandneue Großformate in Ölmalerei auf Leinwand und Tuschezeichnung auf Karton vor. Die getuschte, beinahe futuristisch komponierte „Spur 2“, die dem Betrachter eigene Vorstellungen über das Wohin überlässt, zierte schon den Einladungsflyer. Von den Ölgemälden beeindruckten die charakterstarken, emotional bewegenden Wolkenbilder ganz besonders. „Gewitternähe“ beschwört geradezu beängstigende Gefühle herauf. Wie da rotglühendes Leuchten über dräuender Wolkendüsternis apokalyptische Entladung suggeriert, ist schon meisterlich. Im dominierenden Rot erweist sich das Pas de deux der beiden Aussteller so doch noch in künstlerischem Einklang.

Von Wulf Skaun

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