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Wurzen Auf Crazy international weit vorn
Region Wurzen Auf Crazy international weit vorn
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03:00 24.08.2012
Laura Schoechert mit ihrer achtjährigen Stute Crazy. Quelle: Klaus Peschel
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Lossatal/Hohburg

Im Stechen fiel die Entscheidung zugunsten von Frankreich. Mit einem Strafpunkt knapp verfehlt hatte die Hohburgerin auf ihrer Lieblingsstute Crazy auch in der Einzelwertung den Einzug ins Finale. In der Trostprüfung belegte sie einen sehr guten 6. Platz und lag in der Gesamtprüfung bei 99 Teilnehmern an 34. Stelle. Viel mehr als den Reitplatz sah die 13-Jährige in der vergangenen Woche in Ebreichsdorf in der Nähe von Wien allerdings nicht. Aber der Einmarsch der Nationen, das sei, mit den frischen Bildern von Olympia im Kopf, schon ein Erlebnis gewesen. Die fröhliche Schülerin, die noch in der Klasse Children antrat, hat allen Grund auf ihr Abschneiden in Österreich stolz zu sein. „Bei 32 Nationen am Start war die Leistungsdichte wirklich ganz enorm", bekannte ihre Mutter Jana Schoechert. Im sportlichen Stellenwert sei das Turnier höher als die Nachwuchs-Weltmeisterschaft in Hongkong anzusetzen, wo Laura erst im Januar einen fünften Platz belegt hatte – auch zur Freude ihres Trainers und Onkels Carsten Schoechert. Laura reitet, seit sie laufen kann. Ein Shetlandpony war ihr Geschenk zum ersten Geburtstag. Das hat ihre Kindheit geprägt. „Wir hatten viel Spaß zusammen", strahlt sie. Sie hat Stehvermögen und kann auch einstecken, wenn es darauf ankommt. Einmal hat sie sich bei einem Sturz das Handgelenk gebrochen. Doch aufhören käme für sie nie in Frage. „Da habe ich die Pferde zu toll lieb", sagt die junge Reiterin. Einfach ist es allerdings nicht, Schule und Sport zu verbinden, wenn man im Nachwuchs-Bundeskader geführt wird. Jeden Tag zwei Stunden Training – das geht nur, wenn die schulischen Leistungen stimmen. Sorgen müssen sich ihre Eltern nicht machen. Im Zeugnis der siebenten Klasse brachte Laura einen Zensurendurchschnitt von 1,7 nach Hause. In der Mittelschule im Lossatal findet die junge Reiterin bei Lehrern Verständnis und Unterstützung. Das mag auch ihren Berufswunsch prägen. Grundschullehrerin wie die Mutter möchte Laura werden. „Vormittag Schule, nachmittags reiten", schwebt ihr da eine praktische Kombination vor. Entscheidend mag aber sein, dass sie gut mit Kindern umgehen kann. Doch jetzt genießt das Mädchen auf dem Hohburger Reiterhof die letzten Ferientage. Dann prescht sie mit einer Freundin schon mal mit Hafflingern im Galopp durch die Lossa und kommt nass, schmutzig und glücklich nach Hause...

Ingrid Leps

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