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Auf Entdeckungstour im Brandiser Gymnasium

Auf Entdeckungstour im Brandiser Gymnasium


Brandis. Lernen braucht Zeit! Deshalb kann es nichts Schöneres geben als ein Haus des Lernens. Gibt es gleich zwei Lernhäuser, wie sie das Brandiser Gymnasium besitzt, ist die Neugier natürlich doppelt groß: Kann man dort Bildungshunger und Wissensdurst stillen? Oder eine Entdeckungsreise zu Natur und Technik unternehmen? Wer all das erfahren wollte, war am Sonnabend, beim Tag der offenen Tür in der Schulstraße, genau richtig.

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Klingende Töne, brodelnde Reagenzgläser, rotierende Motoren, spannende Experimente, Vokabeln, welche die Welt öffnen, quirlige Zahlen und Buchstaben, die gebändigt werden müssen – all das ist Alltag bei uns, versprachen die Lehrer in ihrem Willkommensgruß den kleinen und großen Besuchern. Bunte Farben, schwingende Pinsel und fantasievolle Masken zogen vor allem Kurt Kirstenpfad in ihren Bann. Was man aus Pappkartons doch für witzige Sachen machen kann, staunte der kleine Macherner. Einen Linolschnitt konnte der Viertklässler mit Hilfe von Antje Wotjak, der fröhlichen Fachlehrerin für Kunsterziehung, sogar gleich an Ort und Stelle auspropieren. Für Kurt steht fest: Das Brandiser Gymnasium soll es sein. Außerdem habe er erfahren, dass „Rücksicht genommen wird und man mit seinen Freunden in eine Klasse kommt“. Davon hat auch Kristin Kuschke gehört, und Nancy Janke kann es nur bestätigen: Carolin, ihre große Schwester, geht bereits in die Sechste und lernt mit Freundinnen, die sie schon lange kennt. Beim gemeinsamen Rundgang durch die beiden Schulgebäude wurde außerdem bald klar: Die Lehrerinnen und Lehrer am Brandiser Gymnasium haben Humor. Das weiß auch Stefanie Kuschke, die ihr Abitur bereits in der Tasche hat: „Frau Altner war meine Mathelehrerin. Anschaulich und nie trocken hat sie das Fach präsentiert. Hier werden die Schüler auf spielerische Art für Mathe begeistert.“ Davon überzeugten sich viele der Besucher gleich selbst: Denn wer möchte nicht gern mal Nachwuchsarchitekt sein und sein logisches Denkvermögen testen – beim Turmbau von Hanoi oder dem Magischen Baum konkurrierten die Eltern sogar mit ihren Kindern.

 

Doch auch alle anderen Fachbereiche luden zu Entdeckungstouren: Im Chemieraum konnten Säuren und Basen untersucht werden, im Physikkabinett lautete das Motto „Schiffe versenken“, Robotechnik ließ sich im Fachbereich Informatik ausprobieren, Sprachen wurden gewohnt einfallsreich präsentiert – nur im Biozimmer heimste der Schulhamster die ganze Aufmerksamkeit für sich ein. Dass Denken toll ist, erfuhr man am Schachbrett. „In der sechsten Klasse lernen alle Schüler ein halbes Jahr lang Schach“, erzählte Annett Lohmann, Fachlehrerin für Mathe. „Wer will, kann danach die Schach-AG besuchen.“ Für Martin Hanel hat Schach neben dem Spielspaß noch andere Vorzüge: „Ich kann mich jetzt viel besser konzentrieren.“

 

Schülerprojekte wurden in beiden Lernhäusern vorgestellt: Die zahlreichen Erfolge bei „Jugend forscht“ zogen besonders viele Interesssenten an, doch auch die neuen Fünften bewiesen: In jedem Kind steckt eine kleine Forscherin oder ein kleiner Forscher, wenn die Entdeckungsreise spannend ist.

Ingrid Hildebrandt

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