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Wurzen Auf Klangsuche in Wurzen
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05:00 24.10.2011
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. Der so überschriebene zweitägige Audio-Workshop wurde vom Kinder- und Jugendhaus Wurzen (KiJuWu) im Rahmen eines medienpädagogischen Projektes veranstaltet und vom Rotary Club Wurzen finanziell unterstützt.

Praktische Unterstützung fand das Projekt durch Amelie Becker und Friedemann Brenneis, zwei Absolventen des Lehrstuhls Medienpädagogik und Weiterbildung an der Universität Leipzig. Selbst noch relativ jung war es für sie ein Leichtes, die Workshopteilnehmer im Alter von zehn und 18 Jahren zu erreichen und gar für „das anstrengende Projekt", wie sie es selbst einschätzten, zu begeistern. Am Ende stand die Produktion von Soundcollagen, also von Klangbildern, deren Grundlage eigene gesprochene Worte, aber auch Interviews und Musikeinspielungen bildeten. Das mag kompliziert klingen, ist aber das, was jeder aus dem Radio als Reportage kennt. Jedoch mit einem Unterschied. Diese Beiträge werden zumeist nur konsumiert. Mit dem Projekt, so Frank-Thomas Suppee vom Rotary Club, der zudem ein beim MDR arbeitender Medienprofi ist, werde den jugendlichen Machern vor Augen geführt, welcher Aufwand nötig ist, um solche Beiträge entstehen zu lassen – von der Recherche über den Tonschnitt am Computer, was ebenso Projektbestandteil war, bis hin zur Veröffentlichung. Ein positiver Nebeneffekt, auf den Martina Abresch vom KiJuWu aufmerksam machte, ist, dass die Jugendlichen angehalten waren, ihre Umgebung sowohl mit den Augen als auch mit den Ohren wahrzunehmen. Denn die Aufgabe war, Recherchen in der Domstadt über Objekte, Plätze und Personen durchzuführen. Zum Beispiel zum Schloss, zum Markt und zu Ringelnatz.

Für die Recherche im Stadtwald notierte sich der elfjährige Justin Edling zuerst, welche natürlichen Einflüsse er einbeziehen könnte – Vogelgezwitscher, spielende Kinder sowie Laubrascheln und Bäumerauschen zum Beispiel. Auf diese Weise war auch bei Nadim Shah der Anfang gemacht. Er erarbeitete mit Lisa Wagner und Julia Franke ein ähnliches Recherchekonzept, jedoch zum Dom. Für den 18-jährigen Nadim könnte die Medienarbeit eine berufliche Perspektive sein. „Ich finde es toll, dafür mit dem Projekt erste Einblicke zu bekommen und zu sehen, ob das etwas für mich ist." Indes hatten Pascal Scholz und Lukas Müller auf dem Markt erfahren müssen, wie schwer eine Umfrage unter Passanten sein kann. Sie stießen sehr oft auf Ablehnung. Außer bei Ute Dathe. Sie stand Rede und Antwort, weil es mutig sei, wie sie danach sagte, „dass die Kinder mit anderen Menschen das Gespräch suchen." Sie lag da mit der Projektleiterin Amelie Becker auf einer Wellenlänge. „Meine Erfahrung ist, dass Kinder häufig unterschätzt werden." Das Projektergebnis gab ihr Recht.

Frank Schmidt

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