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Wurzen Aufpoliert: „Engel von Sibirien“ auf Wurzens Altem Friedhof in neuem Glanz
Region Wurzen Aufpoliert: „Engel von Sibirien“ auf Wurzens Altem Friedhof in neuem Glanz
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06:30 17.05.2016
Letzter Schliff: Christina Neubacher und Thomas Müller gehen noch einmal mit Putzlappen über das Gefallenendenkmal, damit es wieder im alten Glanz erstrahlen. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Das Gefallenendenkmal mit Elsa Brändström und dem liegenden Soldaten auf dem Alten Friedhof in Wurzen wurde für 5000 Euro aufpoliert. Nach Auflagen des Denkmalschutzes haben Mitarbeiter der Metalldrückerei Müller in Wurzen und der Leipziger Restaurierungsfirma Neubacher in vier Wochen die Skulptur auf Hochglanz gebracht. Damit präsentiert sich der „Engel von Sibirien“, so wurde die im Ersten Weltkrieg als Krankenschwester tätige schwedische Diplomatentochter genannt, in neuem Antlitz wieder der Öffentlichkeit. Die Herausforderung habe darin bestanden, die Skulptur zu reinigen und zu pflegen, erklärte Christina Neubacher. „Wir haben neben einer starken Verschmutzung auch unschöne Graffiti vorgefunden. Zum Schutz davor wurde eine Konservierung und Versiegelung aufgetragen. Darüber hinaus haben wir das Gesicht der Krankenschwester aufgearbeitet, damit die Konturen besser zu erkennen sind“, sagte die Expertin. Das am 11. Mai 1930 eingeweihte Denkmal hat besonders im letzten halben Jahr Schlagzeilen gemacht, nachdem Wurzener Gymnasiasten das Wirken und Schaffen der Krankenschwester Elsa Brändström erforschten (die LVZ berichtete). Allerdings beklagte Kathrin Höhme von der Stadtverwaltung erste neue Beschädigungen an dem aufgearbeiteten Denkmal, „die durch gewissenlose Zeitgenossen verursacht wurden, obwohl zum Schutz der Arbeiten ein Bauzaun aufgestellt wurde. Deshalb bitten wir die Bürger der Stadt darum, das Denkmal im Blick zu haben“, sagte Höhme.

Von fsw

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