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Auftakt nach Maß: Gut hundert Wurzener und Gäste bei Eröffnung der Ringelnatz-Ausstellung in der Stadtgalerie

Auftakt nach Maß: Gut hundert Wurzener und Gäste bei Eröffnung der Ringelnatz-Ausstellung in der Stadtgalerie

Von wegen Urlaubszeit: Zur Eröffnung der neuen Ausstellung im Alten Rathaus platzte die Stadtgalerie am Mittwochabend aus allen Nähten. Gut 100 Wurzener und Gäste feierten gemeinsam mit Museumsleiterin Sabine Jung den Auftakt der Schau "Die Frauen um Ringelnatz" und nach den Begrüßungsreden mit einem Glas Sekt den 130. Geburtstag des berühmten Sohnes der Stadt Wurzen Hans Gustav Bötticher (1883 - 1934), alias Joachim Ringelnatz.

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Worte des Dankes: Museumsleiterin Sabine Jung schildert die Entstehung der Schau von der Idee bis hin zu den 26 Frauen-Porträts.

Quelle: Andreas Röse

Wurzen. Bereits im Vorfeld hatte die neue Exposition über den Schriftsteller, Kabarettisten und Maler für ein breites mediales Echo gesorgt. Immerhin schaffte es Jung, die seit April 2010 das Kulturhistorische Museum in Wurzen leitet, nach "Ringelnatz und die Kinder" 2012 mit "Die Frauen um Ringelnatz" wieder einen Mosaikstein im Leben des Künstlers zu setzen. Unterstützt wurde die promovierte Kunsthistorikerin dabei von 20 Gastautoren - "interessierte und interessante Laien, Leiterinnen und Leiter anderer Disziplinen". Ihren Schreibpaten legte Jung den Seemann und Vortragskünstler Ringelnatz ans Herz. Ihn und diesmal die Frauen, die den liebenswerten Unterhalter mit der markanten Nase umgaben. Darunter Damen der besseren Gesellschaft, aber auch gestandene Wirtsfrauen, Musikerinnen oder Filmstars wie Asta Nielsen. Insgesamt 28 an der Zahl von "rund vierzig". Sie protegierten den Seemann als Künstler und Freund, indem sie ihm zu Anstellungen und Aufträgen verhalfen. Mit vielen hielt er bis zu seinem Tod am 17. November 1934 in Berlin Kontakt. "Die Recherchen förderten großartige Erlebnisse zutage." Jedoch erschwerte der Verlust von Quellen durch den Krieg die mühevolle Kleinarbeit. Dank der einschlägigen Biografien von Walter Pape sowie Herbert Günther und der autobiografischen Schriften Ringelnatz', so Jung, konnten bei alledem die Lebensbilder der Frauen entstehen.

Unter anderem die des Schwesterpaares Maria und Tula Reemy. Nachfahren der in Mexiko geborenen Geigerinnen besaßen sogar noch Originalbriefe, um deren Erwerb sich Jung bemühte. Gekauft hat sie aber das Ringelnatz-Museum in Cuxhaven, weshalb Jung die Stadtoberen am Eröffnungsabend eindringlich darum bat, sich für das Erbe Ringelnatz' samt Sanierung seines Geburtshauses im Crostigall einzusetzen - im Beisein der Cuxhavener Museumsleiterin Erika Fiedler. Sie gehörte wie Landrat Gerhard Gey (CDU), Landtagsabgeordnete und Verfasserin des Textes über Claire Heliot Katharina Landgraf (CDU), Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) und mehrere Autoren zu den ersten Besuchern der Schau. Darunter Liedermacher Wolfgang Rieck aus Rostock, Ulrich Walljasper, Schauspieler und Dramaturg aus München, und der gebürtige Hamburger Nicolai des Coudres, der über seine Anverwandte Selma des Coudres schrieb, die Ringelnatz 1909 in der legendären Münchener Künstlerkneipe "Simplicissimus" kennenlernte.

Neben den 26 Schautafeln gibt es in der Ausstellung, die bis zum 29. September läuft, kleine szenische Ecken mit Ringelnatz-Requisiten aus dem Museumsfundus sowie Originalbriefe in Vitrinen zu sehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.08.2013

Kai-Uwe Brandt

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