Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Auftakt zum Wahlkampf / Wurzens Christdemokraten stellen ihre Ziele für die kommende Legislatur vor
Region Wurzen Auftakt zum Wahlkampf / Wurzens Christdemokraten stellen ihre Ziele für die kommende Legislatur vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:21 19.05.2015
Kulturhaus Schweizergarten: Die Sanierung der Fassade ist eine von mehreren konkreten Zielen der CDU für die kommende Legislatur. Quelle: Andreas Röse

Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Hannelore Dietzschold, Fraktionschef Matthias Rieder sowie Pressesprecher Kay Ritter luden hierzu in die Kreisgeschäftsstelle am Marktplatz ein. Ebenfalls dabei: Steffen Göttlinger. Der 59-jährige Montageleiter und Vorsitzende des Kleingartenvereins Muldenaue gehörte einst der unabhängigen Wählervereinigung (UWV) Bürger für Wurzen ab, kandidiert heute als Parteiloser für die CDU.

"Wir setzen auf Wiedererkennungswert und klare Inhalte", verweist Dietzschold auf den aktuellen Wahlflyer ihrer Partei, der im Layout dem 2009er gleicht, sich dennoch abhebt. Grund dafür, so die Wurzener Landespolitikerin und Stadträtin, sei nicht allein die konkreten Zielen, die mit allen Kandidaten formuliert wurden. "Vielmehr haben wir erstmals die Gelegenheit genutzt, all jene Dinge aufzulisten, die in den vergangenen fünf Jahren durch uns erreicht wurden." Darunter zählt sie den Erhalt der Stadtgalerie, Umgestaltung der Kinderbibliothek, die Schulsportanlage Püttnerstraße, die Hundewiese an der Rietzschke oder den Erhalt des Denkmals auf den Alten Friedhof. Doch wohin will die CDU in Zukunft steuern? Dietzschold und Rieder reißen einige Schwerpunkte in Stichworten an: Demnach benötige Wurzen baldigst ein Parkplatzkonzept sowie einen neuen Nutzungsansatz fürs Parkhaus und eine Caravanstellfläche. Nachholebedarf bestehe zudem in den Feuerwehrgerätehäusern Burkartshain und Sachsendorf. "Wir wollen die Arbeit des kulturhistorischen Museums fördern und unsere Galerie am Markt", so Rieder.

Nicht zuletzt legt die CDU den Fokus aufs Grün, fordert endlich ein Kleingartenkonzept und möchte bis 2019 fünfhundert Bäume im Stadtgebiet und den Ortsteilen pflanzen. "Dass wir in unserem Wahlprogramm ganz klare Bekenntnisse formulieren, erfüllt einen bestimmten Zweck", merkt Fraktionschef Rieder an. Denn nur so werde der politische Wille der CDU abrechenbar - "und das ist unser Anspruch". Außerdem habe der Wähler ein Recht darauf, zu wissen, wen er mit welchen Vorstellungen seine Stimme gibt. "Wir halten nichts von Phrase wie Attraktivität, Ideen, Belebung und dergleichen. Solche leeren Worthülsen treffen letztlich auf alle Städte zu." Die CDU wolle hingegen Fakten schaffen. Und eben das bewog Göttlinger zum Lagerwechsel. "Reden lässt sich viel, ich bin fürs Tun", sagt der Wurzener, der 2009 noch in der Reihe der UWV-Kandidaten stand. Den Schwenk zur CDU begründet er damit, dass er damals schnell erkennen musste, dass die Bürger für Wurzen kein Konzept hatten. "Es wurde viel geredet, oft illusorisch. Das Wahlprogramm der CDU entspricht meinen Vorstellungen, und ich stehe zu meiner Entscheidung."

Welche Art der Werbung die Christdemokraten noch bis zum Wahltag am 25. Mai planen, weiß Kay Ritter. "Also wir werden natürlich nicht in Aktionismus verfallen, sind aber zum Beispiel stets auf dem Mittwochsmarkt in Wurzen mit einem Infostand präsent." Übrigens am 7. Mai mit dem CDU-Europaabgeordneten und Grimmaer Hermann Winkler. Zwei Tage später - am 9. Mai - geht's mit Gerd Winkler vom Landschaftspflegeverband Mittleres Muldegebiet und den Kandidaten in den Stadtwald. "Interessierte Bürger sind selbstverständlich herzlich eingeladen." Ebenso zur Ortsteil-Radtour nach Nitzschka mit einem politischen Frühschoppen am 17. Mai - "der mittlerweile sechsten über die vergangene Legislatur hin", betont Fraktionschef Rieder. Plakate allerdings will die CDU nicht aufhängen, sondern das Budget von 200 Euro einer karitativen Einrichtung spenden. Ritter: "Wir waren fünf Jahre lang aktiv, also müssen wir nicht kurz vor der Wahl aufwachen und Wurzens Laternen mit Phrasen verschandeln."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2014
Kai-Uwe Brandt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Macherner werden parallel mit der Landtagswahl am 31. August an die Urnen gerufen, um ein neues Ortsparlament zu wählen. Den eigentlich für den 25. Mai geplanten Urnengang hatte das Landratsamt bekanntlich gestoppt.

19.05.2015

Dass der Landrat ihr einen Beauftragten vor die Nase setzt, um die Gemeindeverwaltung wieder zum Laufen zu bringen, interpretiert die Macherner Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) keinesfalls als Armutszeugnis.

19.05.2015

Sie kam wegen "In aller Freundschaft". Doch sie kam auch aus alter Freundschaft. Mehr noch. Sie war wieder hier, in ihrem Revier, wie es Marius Müller-Westernhagen in einem Liedtext ausdrückt.

19.05.2015
Anzeige