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Wurzen Aus für Aldi in Machern? Unternehmen prüft alternative Standorte
Region Wurzen Aus für Aldi in Machern? Unternehmen prüft alternative Standorte
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12:11 05.04.2018
Der Aldi-Markt in der Macherner Gartenallee. Quelle: Andreas Döring
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Machern

Fast 20 Jahre ist es her, dass der Discounter Aldi in Machern seine Pforten öffnete. Inzwischen mehren sich Gerüchte, dass der Markt auf dem Absprung ist. Es wäre nicht der erste Rückzug eines Handelsunternehmens in jüngster Vergangenheit. Der ehemalige Markant-Markt in der Ortsmitte – vorher von der Konsumgenossenschaft Sachsen-Nord betrieben – machte bereits 2011 dicht. Dann schloss der Drogeriemarkt Schlecker am Markt. Und im Vorjahr strich auch noch die Konsumgenossenschaft Leipzig die Segel.

Lieder: Gemeinde hat keinen Einfluss

Aldi steht seitdem im Gewerbegebiet am Macherner Ortseingang auf verlorenem Posten. Gemunkelt wird, dass der Discounter mit der Situation nicht glücklich ist und die Nähe zu einem Verbrauchermarkt mit Vollsortiment sucht. Bereits im jüngsten Gemeinderat hatte das Thema eine Rolle gespielt. „Angeblich macht der Markt schon zum Jahresende, spätestens aber Anfang nächsten Jahres zu“, wollte der Macherner Helmut Kommichau gehört

Am Macherner Markt machte bereits 2011 eine Verkaufseinrichtung dicht. In dem Gebäude haben inzwischen zwei neue Mieter – ein Dönerladen und ein Internethandel – ihr Domizil. Quelle: Thomas Kube

haben. Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) erklärte dazu: „Unseres Wissens ist noch nichts entschieden, aber an jedem Gerücht ist ja bekanntlich etwas Wahres dran.“ Sollte es so sein, dass Aldi sich anderweitig orientiert, habe die Kommune auf diese wirtschaftliche Entscheidung des Unternehmen keinen Einfluss.

Auf LVZ-Anfrage erklärte Torsten Spaller von der Expansionsabteilung der Aldi-Immobilienverwaltung GmbH und Co.KG in Beucha: „Es ist richtig, dass wir mehrere alternative Standorte prüfen. Es ist aber noch nichts in trockenen Tüchern. Es gibt kein Grundstück, keinen Kaufvertrag und auch noch kein Baurecht an anderer Stelle. Auf gar keinen Fall schließt der Aldi-Markt in Machern bereits am Jahresende.“ Das seien wüste Gerüchte, so Spaller. Der Mitarbeiter räumte allerdings ein, dass man mit der Entwicklung der Umsätze in Machern nicht zufrieden sei. „Wir haben zwar 2012 noch einmal investiert und den Markt erweitert. Aber auch danach gestaltete sich die Entwicklung nicht so, wie wir uns das erhofft hatten.“ Generell würden Aldi-Märkte auf dem Prüfstand stehen und Modernisierungen diskutiert.

Erste Kontakte nach Borsdorf

Seine Fühler hat das Unternehmen bereits nach Borsdorf ausgestreckt. „Es gab Gespräche“, bestätigte Bauamtsleiter Marcus Planert. Nach LVZ-Informationen spekuliert Aldi auf ein Terrain nördlich der B 6 an der Ampelkreuzung zwischen Borsdorf und Panitzsch. Hier wäre die unmittelbare Nähe zu den Märkten Rewe und Netto gegeben.

Von Simone Prenzel

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