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Wurzen Aus für Neophythen-Projekt des Vereins Interaktiv
Region Wurzen Aus für Neophythen-Projekt des Vereins Interaktiv
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05:00 16.06.2011
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. Dabei müssen die Wurzeln von Staudenknöterich, Bärenklau und Indischem Springkraut, die zunehmend heimischer Arten verdrängen, drei Jahre lang ausgegraben werden, damit die ungebetenen Einwanderer von einem Standtort restlos vertrieben sind.

„Finanzielle Mittel werden derzeit eher für den ersten Arbeitsmarkt und zur Unterstützung der prosperierenden Wirtschaft bereitgestellt", konstatiert Holker Hartig von Interaktiv sachlich. Der Verein mit Sitz in Geringswalde hat sich Helfen, Fördern und Integrieren auf seine Fahnen geschrieben. Seinen Einsatz für Umwelt und Ökologie bestreitet er mit Menschen, um deren Chancen es im Berufsleben schlecht bestellt ist. 20 Ein-Euro-Jobbern führte Interaktiv vor einem Jahr in Altenbach nach jahrelanger Arbeitslosigkeit wieder heran an die Herausforderung einer geregelten Beschäftigung.

„Es war nicht immer einfach, hat viele Auseinandersetzungen und Gespräche gegeben, aber bis auf zwei hätten alle anderen gerne bei uns weitergearbeitet", erzählt Hartig. 16 Männer und Frauen haben ein Jahr lang durchgehalten, Leute, denen es nach Jahren ohne Job aber auch durch Suchtprobleme ausgesprochen schwer fällt, sich wieder auf einen geregelten Lebensrythmus einzustellen. „Das war für sie eine Riesenherausforderung. Jeder, das gepackt hat, verdient Respekt", schätzt Hartig ein. „Klar, es ist viel pädagogischer Aufwand betrieben worden. Wir haben es nie mit dem Holzhammer versucht, aber dennoch deutliche Worte gefunden und versucht, die Leute immer wieder zu motivieren. Jetzt fluchen sie, dass es nicht weitergeht. Und auch das ist für uns eine Bestätigung, dass wir mit unserem sozialen Engagement auf dem richtigen Weg sind", resümiert Hartig

Als unverbesserlicher Optimist hat er natürlich die Hoffnung nicht verloren,. dass es irgendwann weitergeht, wenn auch eine nahtlose Fortsetzung des Projektes ein Wunschtraum blieb. Hartig ist überzeugt, dass sich das Jobcenter um eine Neuauflage bemüht, wenn die Zeichen wieder günstiger stehen.

Denn auch praktisch ist die Aufgabe noch nicht gelöst: Neophyten müssen drei Jahre lang ausgegraben werden, um endgültig von einem Standort vertrieben zu werden. Da sei der Abbruch der Aktion ein Rückschlag. In den Wintermonaten haben die Mitarbeiter des Vereins einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt von Vögeln und Insekten mit Sitzkrüken und Insektenhotels geleistet, die im Gemeindegebiet verteilt wurden. Das fand auch im Benewitzer Rathaus große Zustimmung. Zudem wurde für den Verein in Altenbach eigenhändig als Anlaufpunkt und Winterquartier eine Scheune hergerichtet. Die Hoffnung bleibt, dass sie bald wieder genutzt werden kann...

Ingrid Leps

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