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Wurzen Ausbildungsbetriebe buhlen in Wurzen um die Azubis von morgen
Region Wurzen Ausbildungsbetriebe buhlen in Wurzen um die Azubis von morgen
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18:12 30.11.2015
Gefragter Dienstherr: Auch die angehenden Azubis Max, Bruno und Kevin (v.l.) versorgten sich bei Peggy Fuhrmann mit Informationen zu den Bundeswehr-Ausbildungsmöglichkeiten.  Quelle: Roger Dietze
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Wurzen

 Entsprechend mit knapp 40 Betrieben und Unternehmen aus verschiedenen Branchen gut gefüllt war am vergangenen Wochenende das Wurzener Lichtwergymnasium, in das die Volkshochschule Muldental (VHS) zum 7. Branchentag eingeladen hatte, deren erster Teil vor zwei Wochen in Grimma über die Bühne gegangen war. Laut VHS-Organisator Peter Emde machten damit in diesem Jahr so viele Ausbildungsbetriebe wie noch nie von der Möglichkeit zur Präsentation Gebrauch. Unter ihnen die Wurzener Filzfabrik. Deren Mitarbeiterin Ines Möbius bestätigte das in den vergangenen Jahren deutlich rückläufige Angebot an potenziellen Azubis. Sowohl in qualitativer wie in quantitativer Hinsicht. „Unsere vier bis fünf Ausbildungsplätze in den zwei Bereichen Maschinen- und Anlagenfahrer sowie Industriekaufmann sind zu etwa 80 Prozent ausgelastet, und dies trotz der Tatsache, dass wir die schulischen Voraussetzungen zum Teil vom Real- zum Hauptschulabschluss gesenkt haben.“

Branchentag-Besucher Jonas Kollewe machte zwar auch am Stand des Wurzener Traditionsbetriebes Station, konnte Ines Möbius allerdings keine Hoffnungen darauf machen, seine Bewerbung für einen der von diesem angebotenen Ausbildungsplätze abzugeben. „Ich will erst einmal ein Praktika beim Wurzener Sortenamt machen, um mich dann später vielleicht beruflich in diese Richtung zu orientieren“, so der 14-jährige Böhlitzer. Gartenarbeit liege ihrem Sohn in der Tat, bestätigt seine Mutter Monika Duwe, weshalb ein Job in einem Büro oder in einer Werkhalle nach Lage der Dinge eher keine weise Entscheidung wäre. „Der Junge braucht frische Luft.“ Jobs unter freiem Himmel hat auch die Bundeswehr jede Menge zu bieten, darüber hinaus aber auch solche, die dauerhaft ein Dach über den Kopf während der Dienstzeit bieten.

Rund 60 verschiedene Berufsbilder sind es, die der bundesweit agierende Arbeitgeber und Ausbilder laut Uwe Häsner von der Bundeswehr-Karriereberatung offeriert. Entsprechend umlagert waren Häsner und seine Kollegin Peggy Fuhrmann an ihrem im Foyer des Lichtwergymnasiums aufgebauten Stand. „Unsererseits besonders nachgefragt sind derzeit Elektroniker und Informatiker sowie Lehrlinge in kaufmännischen wie medizinischen Bereichen“, so Häsner. Auch Toms Ausbildungswunsch Vermesser könnte sich bei den deutschen Streitkräften erfüllen. Dass die Entscheidung für diesen Arbeitgeber auch mit der Wahrscheinlichkeit verbunden ist, eine Waffe in die Hand nehmen, ficht den 14-jährigen Wurzener Schüler nach eigener Aussage nicht an.

Von Roger Dietze

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