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Wurzen Außergewöhnlicher Spaziergang mit der Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf
Region Wurzen Außergewöhnlicher Spaziergang mit der Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf
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00:18 29.06.2017
Der Rundgang führte auch an historischen Grabstätten vorbei, für die es übrigens die Möglichkeit von Patenschaft gibt. Quelle: Foto: privat
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Wurzen

Zu einem Spaziergang der besonderen Art auf dem Friedhof in der Dresdener Straße hatte unlängst die CDU-Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf zusammen mit Friedhofsverwalterin Eleonora Roitzsch und Friedhofsgärtner Frank Schumann eingeladen. Neben etwa 40 interessierten Bürgern nahm daran auch Holger Enke, Referent für Friedhofswesen im sächsischen Landeskirchenamt, teil.

Landgraf setzt sich bereits seit längerem für den Erhalt der Friedhofskultur ein. Insbesondere drängt die Politikerin auf eine intensivere Förderung des Baumbestandes entlang der Friedhofsalleen. Über eben diesen verfügt der am 18. Juli 1887 eingeweihte Gottesacker in Wurzen. Aus Sicht von Landgraf seien die hohen Bäume auf dem circa sieben Hektar großen Areal an der Bundesstraße 6 wahrlich eine „grüne Oase“, die gerade im Sommer für ein kühles Plätzchen sorgen. Außerdem bietet die reiche Pflanzenwelt des Friedhofs vielen Tieren Unterschlupf und Heimstatt. So könne das Vogelgezwitscher „beruhigend und tröstlich auf die Besucher wirken“. Allein 60 Bänke bieten Gelegenheit zum Innehalten und laden zugleich zum Begegnen und zum Gespräch ein.

„Die Stärke des Friedhofes ist das Angebot verschiedenster Grabarten, darunter Urnengemeinschaften mit einer zentralen Stele, Gemeinschaftsanlagen, einheitlich gestaltete Reihengräber oder Wahlgräber“, so Landgraf. Übrigens ermöglicht der Friedhof in Wurzen seit dem Vorjahr die Baumbestattung. Mit jener naturnahen Bestattungsform sei die hiesige Verwaltung in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Wurzen einen wichtigen Schritt gegangen, betonte die 63-Jährige. Insofern erfülle der Friedhof mit seinen zeitgemäßen Angeboten die individuellen Wünsche der Menschen. Natürlich führte der Rundgang auch an historischen Grabstätten vorbei. Erst vor kurzem kam es unter glücklichen Umständen zu einer sogenannten Grabpatenschaft, die laut Holger Enke von der Landeskirche unterstützt werden.

Die letzte Wegstrecke der Exkursion zog sich über die Eichenallee und einer außergewöhnlichen Wasserstelle zu kunstvollen Holzsägearbeiten hin. Das Fazit von Landgraf: „Friedhöfe sind emotionale Orte, die uns dabei helfen, unsere Trauer aufzufangen und zu verarbeiten. Sie bieten zahlreiche Möglichkeiten für das individuelle und persönliche, aber auch das öffentliche Gedenken.“ Hierdurch würden Friedhöfe lebendig – „ein Ort mitten im Leben“.

Von Kai-Uwe Brandt

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