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Wurzen Ausverkauftes Haus beim 1963 in Wurzen uraufgeführten Singspiel
Region Wurzen Ausverkauftes Haus beim 1963 in Wurzen uraufgeführten Singspiel
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14:26 26.10.2009
Wurzen

Nicht nur das Publikum war begeistert. Auch einer der Verfasser des Stücks zollte den Akteuren höchsten Respekt.

Professor Siegfried Thiele saß in der ersten Reihe. Natürlich war für ihn, der 1963 zusammen mit Walter Meusel dieses Stück für Lehrer und Schüler der Musikschule geschrieben hatte, der Platz reserviert. Gern hätte er das Erlebnis der Neuinszenierung mit Walter Meusel geteilt. Doch der verstarb bereits vor 19 Jahren. Er wäre ebenso begeistert gewesen, war Siegfried Thiele überzeugt. Minutenlang hatte das Publikum tosend applaudiert. Stehende Ovationen gab es für die Lehrer und Schüler der Musikschule, die in dieser Aufführung die Komplexität der Ausbildung auf märchenhafte Weise präsentierten.

Regisseur Reinhard Schwalbe – seit seiner Ausbildung an der Regiefakultät der Berliner Hanns-Eisler-Musikhochschule entstanden unter seiner Leitung bislang über 80 Inszenierungen an vielen deutschen Bühnen – hatte verschiedenste Bereiche der Musikschule eingebunden. Dabei waren Kinder der musikalischen Früherziehung, Tanz- und Gesangsschüler. Unter Leitung von Dirigentin Mirga Grazinyte musizierten Jugendliche, die an der Musikschule ein Instrument lernen, ganz gleich, ob ihre Vorliebe den Tasteninstrumenten, Streichern, Bläsern oder dem Schlagzeug gehört. „Der Klangkörper war vor 46 Jahren ein wenig kleiner“, sagte Siegfried Thiele, und der Stolz auf diejenigen, die kurz zuvor mit Musik, Gesang, Tanz und Schauspiel den Saal des Schweizergartens verzaubert hatten, stand ihm ins Gesicht geschrieben.

Nicht ein bisschen haderte der langjährige Rektor der Leipziger Hochschule für Musik und Theater mit der Neueinrichtung der Partitur für die aktuelle Aufführung. Die musikalische Substanz sei unverändert geblieben. Lediglich trug die Instrumentation den derzeitigen Gegebenheiten an der Musikschule Rechnung. „Schneewittchen“ sei nicht das einzige Werk, welches Siegfried Thiele, der zu den bekanntesten Komponisten der DDR gehörte, speziell für Wurzen verfasste. „Anfang der 60-er Jahre war ich stellvertretender Leiter der hiesigen Musikschule und unterrichtete einige Fächer. Wurzen hatte 1961 seine 1000-Jahr-Feier. Dafür wurde ein Stück namens ‚Jahresverlauf’ komponiert“, erzählte Siegfried Thiele, heute 75 Jahre alt. Dieses Werk sei auch der Auslöser für das Singspiel „Schneewittchen“ gewesen, das nach 46 Jahren am Ort der Uraufführung eine begeisternde Wiedergeburt erlebte. Vielleicht haben Wurzener, die am Sonnabend keine Zeit hatten, noch einmal die Gelegenheit, diese Aufführung zu erleben. Die Option zumindest stand, nachdem der Vorhang gefallen war, im Raum.

Conny Hanspach

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