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Wurzen B.O.R.N.4 aus Wurzen wollen ins Finale von Klick den Star
Region Wurzen B.O.R.N.4 aus Wurzen wollen ins Finale von Klick den Star
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15:57 30.11.2015
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Wurzen

Für die Jungs von B.O.R.N.4 läuft bereits der Countdown. Am Freitag, 17.30 Uhr, wissen sie, ob sie beim großen Nachwuchsband-Contest „Klick den Star“ ins Finale einziehen. Als hätten sie sich ihren Namen vor gut drei Jahren extra für diese Sendung gegeben: Bei MDR um 4(!) setzte sich B.O.R.N.4 im August gegen Mitbewerber Talent Reloaded aus Chemnitz klar durch. 75 Prozent der Stimmen konnte die Band aus dem Wurzener Land auf sich vereinen und wurde Monatssieger.

Doch noch haben Sänger und Keyboarder Fabian Hanspach (20), Gitarrist Tom Kühne (19) und Schlagzeuger Michael „Dura Cel“ Hahn (25) das „Kind“ (so der Titel ihres Siegersongs) noch nicht geschaukelt.

Dreharbeiten im Wurzener Lichtwergymnasium

Antje Pohle vom MDR verspricht ein wahres Herzschlag-Halbfinale: „Unsere Moderatorin und Promi-Expertin Susanne Klehn besuchte alle vier Gruppen an ihren Lieblingsorten, führte Interviews und brachte deren neueste Lieder mit. Ab 16.25 Uhr sind die Clips bei MDR um 4 zu sehen. Wir wollen am Sendetag per Skype zu den Bands schalten und das Ergebnis live verkünden.“ Die Zuschauer können unter www.mdr.de ihren Favoriten per Mausklick bestimmen. Die beiden besten Gruppen ziehen ins Finale ein, so Pohle: „Das steigt dann am 22. Dezember in unserem Fernsehstudio in Leipzig.“

Tragen die 4 im Namen: Michael Hahn, Fabian Hanspach und Tom Kühne von B.O.R.N.4 Quelle: Privat

Der Erfolg beim MDR machte die drei Wurzener gewissermaßen über Nacht bekannt. „Es war übelst krass, wie viele uns über Facebook gratuliert haben. Freunde, Bekannte, aber auch völlig fremde Leute“, muss Frontmann Fabian noch immer tief Luft holen. Denn auch die darauf folgenden Wochen hatten es in sich. Allein beim Tag der Sachsen in ihrer Heimatstadt Wurzen hasteten die jungen Künstler zu vier Auftritten auf vier Bühnen – auf Jacobsplatz und Wettinerplatz, an Mühlentürmen und Wenceslaikirche. „Das war für uns total lehrreich“, sagt Tom. Man habe mit professionellen Bühnentechnikern nach striktem Zeitplan gearbeitet. „Verspätung das geht in dem Geschäft gar nicht!“ Tom, der Student für Labor- und Verfahrenstechnik, ist beliebtes Foto- und Filmmotiv: Denn er spielt nicht nur Gitarre. Gleichzeitig ersetzt er den Bassisten, betätigt das alte Keyboard über eine Metallspange am rechten Schuh.

Drummer Michael Hahn ist Elektriker und der einzige bereits gestandene Familienvater der Band. Er hätte sich nicht träumen lassen, noch mal die Schulbank drücken zu müssen. Aber am Ende tanzte auch er gern nach Fabians Pfeife. Der smarte Frontmann wollte Moderatorin Susanne Klehn unbedingt an den Geburtsort von B.O.R.N.4 verführen – ins Lichtwer-Gymnasium. „Tom und ich waren im selben Jahrgang. Nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima veranstaltete unsere Schule ein Benefizkonzert. Wir beide steuerten auch ein Lied bei. Tom an der Gitarre, ich am Flügel. Das machte so viel Spaß, dass wir eine Band gründeten.“

Deutschsprachige Texte kommen besser an

Back to the Roots: Schüler und Lehrer staunten dieser Tage nicht schlecht, als die Jungs mit dem Kamerateam im Schlepptau an die alte Wirkungsstätte zurück kehrten. Im Foyer liefen die stundenlangen Dreharbeiten. Ehemalige Weggefährten wie Kunsterzieherin Sabine Friedrich, Geschichtslehrerin Martina Schmerler und Hausmeisterin Heike Männicke standen Rede und Antwort. Die Moderatorin sei so dermaßen locker gewesen, dass man die Kamera glatt vergessen habe, sagen die Musiker. Mit Siebtklässlern stimmte die Band spontan „Let It Be“ von den Beatles an.

Fabian, der Religionspädagogik studiert, setzt ansonsten ganz auf deutsche Texte, die beim Publikum besonders gut ankommen. Das war bereits beim Monatsfinale August so, als die Band das selbst geschriebene Lied „Ein Kind“ am Start hatte. Der Refrain: „Kommt hört doch auf mir zu erzählen, die gesamte Kindheit würde euch nicht fehlen – ich nehm’s euch nicht ab, hab’s euch nie geglaubt, weiß hundertprozentig, auch ihr habt KiKa geschaut.“ Mit ihrer neuesten Produktion „Feuerwerk“ lassen es die Jungs krachen: „Es geht um eine verflossene Liebe und darum, die Augen immer weiter offen zu halten, bis es irgendwann passt“, macht Fabian neugierig.

Moderatorin Susanne Klehn, auch bekannt als RTL-Dschungel-Expertin, dürfte bei ihrem Dreh in Wurzen nicht entgangen sein, dass die Jungs von B.O.R.N.4 nichts dem Zufall überlassen. Sie rührten bereits eifrig die Werbetrommel, bitten auf Plakaten und Aufstellern um Votes. „Wir treten für Wurzen, das Muldental und Sachsen an. Natürlich hoffen wir auf besonders viele Klicks aus der Heimat.“

Die Konkurrenz aus Halle an der Saale (Die Kinder vom See), aus Hennef (Reverse Reaction) und vom Harz (Second Version) schläft ganz gewiss nicht. Umso spannender wird der Fernsehnachmittag, den die drei Wurzener Musiker zu Hause bei Tom, im Hohburger Probenraum, erleben. Wo sie sonst alle zwei Wochen immer freitags groß einschlagen, schlägt, ja rast, am 4. Dezember nur eines: ihr Herz.

Von Haig Latchinian

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