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Wurzen B6-Ausbau erfordert Geduld von Anwohnern und Pendlern
Region Wurzen B6-Ausbau erfordert Geduld von Anwohnern und Pendlern
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15:28 08.09.2017
Mitarbeiter vom Fräsdienst Feind aus Lübben (Spreewald) waren am Donnerstag mit dem Abfräsen der alten Straßendecke auf der Bundesstraße 6 zwischen dem Ortsausgang Machern und der Ampelkreuzung Altenbach im Einsatz. Quelle: Thomas Kube
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Machern/Bennwitz

Seit vorigen Mittwoch wird die Geduld der Kraftfahrer auf eine harte Probe gestellt: Die Sperrung der Bundesstraße (B) 6 bei Machern hat Auswirkungen auf die Fahrzeugströme im gesamten nördlichen Muldental. Seit 30. August, dem offiziellen Start der Bauarbeiten, quält sich der Verkehr zwischen Wurzen und Leipzig über Alternativrouten.

Obwohl der Bennewitzer Ortsteil Altenbach nicht an einer von Amts wegen empfohlenen Umleitungsroute liegt, hat Anwohner Lutz Trache die Konsequenzen jeden Tag vor Augen. „Am Dienstag hab’ ich mir den Spaß gemacht und gezählt, wie viele Fahrzeuge über die enge Dorfstraße rollen – 292 waren es binnen einer halben Stunde.Und da war nicht mal Rushhour.“ Den Dorfbewohner regt vor allem auf, dass er in den vergangenen Tagen keine großen Aktivitäten auf der Baustelle habe beobachten können. Zum Beweis legt der Altenbacher Fotos vor, die in den ersten Tagen der Vollsperrung entstanden sind. „Da war von großen Baumaschinen noch nichts zu sehen. Lediglich ein kleiner Bagger hat den Grasstreifen beiderseits der Fahrbahn bearbeitet. Wenigstens in dieser Anfangszeit hätte man den Verkehr doch einspurig an der Baustelle vorbeiführen können“, findet Trache. Immerhin seien von der Sperrung Tausende Pendler auf dem Weg nach Leipzig betroffen. Die Blechkarawanen, die sonst auf der wichtigen B6-Trasse rollen, würden sich nun den Weg über schmale Nebenstraßen bahnen. „Und Autofahrer suchen sich bekanntlich ihren Weg.“

Wir bauen für Sie: Das Bild entstand am 5. September an der Kreuzung Altenbach Richtung Machern. Quelle: privat

Beim Auftraggeber, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), kann man eine Bautätigkeit im Schneckentempo nicht bestätigten. „Die Baustelle ist voll im Plan“, erklärt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. „Am ersten Tag der Vollsperrung wurde sofort begonnen. Schon am Donnerstag waren die Bankette runter. Und Inzwischen sind die Oberflächen abgefräst.“ Auch am Donnerstag herrschte Betrieb auf der 1,7 Kilometer langen Trasse zwischen dem Ortsausgang Machern und der Kreuzung B 6/B107 bei Altenbach. Mitarbeiter einer Firma aus dem Spreewald rückten mit großem Gerät an, um weitere Meter alten Belags zu entfernen. Macherns Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) bedauerte, dass die Umleitung erneut durch den Macherner Ortskern führt. „Insbesondere die Anwohner von Dorfstraße und Püchauer Straße sind die Leidtragenden.“ Vor allem der Lkw-Verkehr mache der Kommune zu schaffen. „Leider konnten wir unsere Forderung, die Straße abzustufen und für den Schwerverkehr zu sperren, bislang nicht umsetzen.“ Wenigstens gebe es in Zukunft Hoffnung, in der Püchauer Straße ein fehlendes Stück Fußweg zu bauen. Ein Vorhaben, dass für die aktuelle Verkehrsbelastung allerdings zu spät kommt.

Von Simone Prenzel

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