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Bad Lausick ist und bleibt Heilbad

Bad Lausick ist und bleibt Heilbad

Bad Lausick hat es – das Heilbadprädikat. Als zwölftem Kurort Sachsens bescheinigte das Wirtschaftsministerium der Stadt, dass sie alle Heilbad-Kriterien nach bundesdeutschem Maßstab erfüllt.

Bad Lausick. Auf dieses Ziel hat Bad Lausick seit der Wende hingearbeitet, investierte seitdem mehrere Millionen Euro in das Kur- und Freizeitbad „Riff“, den Thermalbrunnen, das Kurhaus, in Infrastruktur und Kultur. Gekurt wird in der Stadt bereits seit 1820. „Mir ist mehr als nur ein Stein vom Herzen gefallen“, bekannte der Bad Lausicker Bürgermeister Josef Eisenmann, als der Brief des sächsischen Wirtschaftsministers Sven Morlok auf seinen Tisch kam. Die Kernbotschaft: Das Heilbad-Prädikat wird Bad Lausick unbefristet erteilt. In regelmäßigen Abständen, mindestens aller zehn Jahre kontrolliere das Ministerium, ob die Qualitätsstandards eingehalten würden. „Bad Lausick hat viel getan, um dieses höchste Prädikat zu erreichen“, lobte Sven Morlok die kommunalen Aktivitäten seit der Wende, in die erfolgreich private Partner, die vor allem in moderne Reha-Kliniken investierten, eingebunden wurden. Dank des Prädikates könnten sich „alle Gäste sicher sein, dass sie hier die besten Möglichkeiten finden, um sich zu erholen oder um gesund zu werden“. Das meint auch Helfried Böhme, der Geschäftsführer des Sächsischen Heilbäderverbandes. „Bad Lausick hat seit der Wende eine sehr solide Entwicklung genommen, an die traditionsreiche Badegeschichte angeknüpft und kontinuierlich investiert“, sagte er gegenüber der LVZ. „Bad Lausick ist in Sachsen vielleicht deshalb so erfolgreich, weil es Gesundheits- und Erlebnisbad miteinander verbindet“, so Böhme. Für ambulante Kurgäste sei das Prädikat unverzichtbar: „Ambulante Kuren dürfen nur in diesen Heilbädern durchgeführt werden.“ Auf die Wellness-Gäste und privaten Kurgäste will Henry Heibutzki, Geschäftsführer der Bad Lausicker kur GmbH, in der Zukunft stärker noch das Augenmerk legen. „Das Prädikat bescheinigt uns höchste Qualität. Das ist die Grundlage, um diese Zielgruppen anzusprechen und die Kurstadt weiterzuentwickeln“, sagt er. Für die Reha-Kliniken sei das Prädikat nicht unverzichtbar, aber: „Kliniken in zertifizierten Kurorten haben bessere Chancen. Das wissen die Belegungsträger.“ Im Schnitt 180 000 Übernachtungen registrierte Bad Lausick in den vergangenen Jahren; 2009 waren es nur 156 000. Heibutzki nennt als Grund für den Rückgang den Umbau und zeitweilige Schließung des Kurhotels. Die Michels-Gruppe nutzt einen Teil des Hauses jetzt als Reha-Einrichtung. Um mehr ambulante Kurgäste in die Stadt zu holen, hält man in Rathaus und Kur GmbH eine Erweiterung der aktuell eingeschränkten Bettenkapazität für nötig. „Es gibt mehrere Bewerber für Hotel-Neubauten“, sagt Bürgermeister Josef Eisenmann. als Ort im Gespräch ist die unmittelbare Nachbarschaft des Freizeitbades „Riff“. Eine solche Verbindung hält Helfried Böhme für sinnvoll: „Bad Düben und Bad Brambach zeigen, dass so etwas hervorragend funktioniert.“ Als Reservefläche für weiter gefasste Zeiträume betrachtet Henry Heibutzki das Kursondergebiet in Richtung Etzoldshain, wo unter anderem einmal ein Gesundheitszentrum für chinesische Medizin im Gespräch war: „Es ist auf jeden Fall von Vorteil, dass wir hier ein erschlossenes Grundstück haben, um bei Bedarf reagieren zu können.“ Wann das Ministerium in Bad Lausick die Prädikatisierungsurkunde übergibt, steht noch nicht fest. Noch auf das Prädikat warten müssen Bad Schandau und Bad Gottleuba/Berggießhübel.

Ekkehard Schulreich

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