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Wurzen Bauhof stromert mit E-Kastenwagen durchs Lossatal
Region Wurzen Bauhof stromert mit E-Kastenwagen durchs Lossatal
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13:36 02.11.2018
Der Umwelt zuliebe: E-Autos im Doppelpack hat jetzt der Wirtschaftsbetrieb Lossatal erhalten. Bürgermeister Uwe Weigelt (2.v.l.) übergab die Fahrzeuge jetzt an Betriebsleiter Gerhard Winkelmann (3.v.l.) sowie an Ronny Wittig (l.) und Bauhofleiter Uwe Wittig. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Lossatal/Falkenhain

Sie schnurren wie Kätzchen, die nagelneuen Elektro-Kastenwagen der Marke Nissan. „Mit diesen beiden Fahrzeugen startet die Gemeinde Lossatal in die Elektromobilität“, sagte Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) zur Übergabe an den Leiter des kommunalen Wirtschaftsbetriebes Lossatal, Gerhard Winkelmann.

Ladesäulen in Frohburg und Falkenhain

Für die Investition in die umweltfreundliche Technologie zapfte die Gemeinde eigens Fördergelder an und stellte Ende April des Jahres einen Antrag im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum. Die Bitte, so Weigelt, wurde dann im August positiv beschieden. Damit erhielt Lossatal einen Zuschuss von 80 Prozent – insgesamt knapp 77 500 Euro. Jedoch nicht nur für den Kauf der beiden Fahrzeuge, sondern ebenso für zwei Ladesäulen, die in den Bauhofstandorten Hohburg und Falkenhain für je 3000 Euro vorgesehen sind. „Dank der Anschaffung können wir übrigens zwei ältere und stark reparaturbedürftige Diesel außer Dienst stellen – einen Caddy, Baujahr 1999, sowie einen Pickup, Baujahr 2000.“

Reichweite in Lossatal gegeben

Aus Sicht Weigelts ist der Einsatz der Neuwagen ein logischer Schritt zur Verbesserung der Umweltbilanz im Lossatal und „vielleicht auch eine gewisse Vorbildwirkung, wenn die kommunale Flotte mit gutem Beispiel vorangeht“. Immerhin beträgt die Reichweite der Batterie momentan 200 Kilometer und sei folglich ausreichend für das Tagespensum der Bauhof-Mitarbeiter – „aber vor allem unverzichtbar für die Erfüllung der kommunalen Aufgaben“, fügte der Rathauschef an. Denn zur östlichsten Flächengemeinde des Landkreises mit 110 Quadratkilometer und 17 Ortsteilen zählen sechs Kindertagesstätten in Hohburg, Lüptitz, Falkenhain, Dornreichenbach, Meltewitz und Thammenhain sowie eine Grundschule mit Hort in Hohburg und die Oberschule mit dem Sportzentrum in Falkenhain. „Des Weiteren befinden sich in acht Ortsteilen Feuerwehrstandorte und in jedem der 17 Ortsteile mindestens ein öffentlicher Spielplatz.“

Öffentliche Ladestationen für E-Bikes und Wohnwagen

Darüber hinaus erinnerte Weigelt einmal mehr an die Führungsrolle Lossatals bei der Erstellung des Elektromobilitätskonzeptes im Wurzener Land, zu dem die Kooperationspartner Wurzen, Bennewitz und Thallwitz gehören. Im Zuge dessen entstanden bereits zwei Ladestationen für E-Bikes an der Dahlener-Heide-Route in Hohburg auf dem Platz An der Linde. „Nicht zuletzt planen wir mit den derzeitigen Bauarbeiten in der Straße Zur Siedlung in Falkenhain zwei weitere öffentliche Ladestationen für E-Autos direkt am Rathaus Falkenhain.“ Errichtet werden diese durch Envia M. Und auf dem Festplatz in Hohburg, erwähnte Weigelt zum Schluss, existieren seit längerem schon zwei Anschlusssäulen für Wohnmobile, die gleichfalls zum Aufladen von Batterien genutzt werden können.

Von Kai-Uwe Brandt

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