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Wurzen Baumängel: Lösung für Wurzener Grundschule gesucht
Region Wurzen Baumängel: Lösung für Wurzener Grundschule gesucht
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Tiefe Risse durchziehen das Gebäude. Wie soll es mit der sanierungswürdigen Grundschule "An der Sternwarte" weitergehen? Quelle: Thomas Kube
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Die aber benötige das Stadthaus, um darüber mit Eltern, Lehrern und Einwohnern zu sprechen, so der 45-Jährige. Immerhin will er sämtliche Fragen des Wie, Wo und Wann auf breiter Basis und mit allen Optionen führen.

Erstmals erfuhr die Öffentlichkeit von den baulichen Missständen in der Bildungsstätte im Januar dieses Jahres, obwohl dem Stadthaus schon seit September 2014 ein Gutachten vorlag, welches ein vernichtendes Urteil für das Gebäude in Segmentbauweise auswies. Demnach zeigen sich 22 Jahre nach Errichtung des Hauses in der Rosa-Luxemburg-Straße 20 tiefe Risse zwischen den einzelnen Teilen aus Fertigbeton - und zwar "an signifikanten Stellen". Mehr noch. "Nach einer Meldung vom 1. September 2014 wurde festgestellt, dass sich der Giebel an der Ostseite vom Untergrund löst und gewölbeartig vom Gebäude absteht", heißt es in der Studie. Ursache hierfür seien fehlende Dübel und zu wenig Haftverbund an den Wärmedämmplatten, "offensichtlich am gesamten Gebäude". Hinzu kämen stark verschlissene PVC-Bodenbeläge, insbesondere in den Fluren und Zugängen zu den Klassenzimmern. Das Fazit der Experten: Die Rekonstruktion ohne Wenn und Aber kostet knapp 1,6 Millionen Euro. Schon zu diesem Zeitpunkt schwankte die Verwaltung zwischen Plan A "Sanieren" bis Plan B "Umzug" - ohne Ergebnis.

Seither fragte Kay Ritter immer wieder nach, so wie vorige Woche. Röglins Antwort diesmal: "Wir haben das im Blick. Wir sind dran!"

Kai-Uwe Brandt

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