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Wurzen Bennewitz: 500 Flyer für den Tierschutz
Region Wurzen Bennewitz: 500 Flyer für den Tierschutz
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02:00 27.10.2012
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Bennewitz

Die Jungen und Mädchen setzten sich voll Anteilnahme mit dem Thema auseinander, recherchierten im Internet, besuchten Tierheime in Eilenburg und Wurzen. Bereits vor Wochen waren die Kinder im Internet auf das Netzwerk „Ärzte für Tiere" gestoßen. Sie hatten mit Wut und Entsetzen auch in Filmausschnitten bei You Tube gesehen, wie Affen in Laborversuchen gequält, Hunde getötet, Delfine gejagt und Gänse der begehrten Stopfleber willen gnadenlos genudelt werden. Nachhaltig in Erinnerung bleiben wird Sebastian, Janin und Tobias auch ein Erlebnis im Tierheim Wurzen. Die Kinder führten am Trauschkenweg am Donnerstag einen kleinen, Hund aus, der in seinem einjährigen Leben in Rumänien Schlimmes erlitten haben muss. Das kleine Fellbündel hatte noch immer nur Angst, Angst, Angst, lief mit eingezogenem Schwanz und wollte nur eins: zurück in sein Kabäuschen, wo es sich sicher fühlte. Begleitet wurden die Jungen und Mädchen von der Bennewitzer Tiertherapeutin Annett Spalteholz. Sie musste den Kindern nicht viel erklären. Sie sahen selbst, dass der kleine Hund einfach kein Vertrauen zu Menschen hatte. Auch in Eilenburg war die Gruppe am Montag einem ganz besonderen Tierschicksal begegnet. Erst dachten alle, dass es sich bei dem schönen Eurasier um ein Pensionstier handelte. Doch das war ein Irrtum. Die Besitzer hatten den Hund falsch behandelt, so dass er sich seiner Instinkte erinnerte und zu beißen begann. Weil die Halter des Vierbeiners nicht mehr Herr wurden, landete er im Tierheim. „Während Erwachsene oft bei Misshandlungen von Tieren resignieren, sich von den erschütternden Fotos manchmal sogar gestört fühlen, einfach nicht mehr hinsehen wollen, sind Kinder viel emphatischer, sie schauen sich das an, machen die Augen nicht zu. Das ist sehr bemerkenswert", findet Jugendhausleiterin Mandy Rönckendorf. „Vielleicht liegt das daran, dass sie einen offenen Horizont haben, nicht so sehr in Alltagssystemen gefangen sind." In ihrer ersten Ferienwoche beschäftigten sich die Jungen und Mädchen intensiv mit unterschiedlichen Aspekten des Tierschutzes. Um auch Erwachsenen Denkanstöße zu geben, setzten sie einen Flyer auf, der im Rathaus vervielfältigt wurde. Auf dem Papier listeten sie auf, was jeder tun kann, damit Vierbeinern in unserer Gesellschaft mehr Mitgefühl entgegengebracht wird. Sie gaben auch eine Orientierung für verschiedene Internetseiten, auf denen sich Erwachsene selbst ein Bild machen können, wie brutal und herzlos Tiere behandelt werden. Am Mittwoch zogen die Kinder durchs Dorf und verteilten eigenhändig 500 Flyer in Bennewitzer Briefkästen.

Ingrid Leps

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