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Bennewitz ebnet Weg für unbeschwerte Mulde-Radtour

Hochwasserschadensbeseitigung Bennewitz ebnet Weg für unbeschwerte Mulde-Radtour

Das Fahren auf dem Mulderadweg zwischen der Staatsstraße 11 in Wurzen und dem Biotop Schusterbusch könnte schon im Spätherbst wieder richtig viel Spaß machen. Der Bennewitzer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Wiederherstellung der Abschnitte Wurzen bis Muldebrücke bei Grubnitz und Nepperwitz bis Schusterbusch gegeben.

Ein sandgeschlämmter Schotterweg führt momentan noch von der Muldebrücke nach Wurzen. Eine Asphaltschicht soll den Mulderadweg auch für E-Biker attraktiv machen.
 

Quelle: Ines Alekowa

Bennewitz/Grubnitz/Nepperwitz.  Das Fahren auf dem Mulderadweg zwischen der Staatsstraße 11 in Wurzen und dem Biotop Schusterbusch könnte schon im Spätherbst wieder richtig Spaß machen. Der Bennewitzer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Wiederherstellung der Abschnitte Wurzen bis Muldebrücke bei Grubnitz und Nepperwitz bis Schusterbusch gegeben.

Dazwischen verläuft der Radweg auf einem Stück asphaltierten Wirtschaftsweg nach Grubnitz und nach dem Dorf auf der Püchauer Straße. Beide Abschnitte waren schon 2002 überflutet und danach nur grob aufgeschottert worden und hatten während des Junihochwassers 2013 erneut Schaden genommen, von der Abnutzung durch Landwirtschaftsfahrzeuge ganz abgesehen. Insbesondere die Strecke zum Schusterbusch war im vergangenen Jahr zudem im doppelten Sinne unter die Räder gekommen, als sie während des Deichbaus auch von den schweren Baufahrzeugen befahren wurde.

Der Schotter bildet auch bei der jetzigen Sanierung die Basis, allerdings wird noch eine Asphaltdecke, von der Landestalsperrenverwaltung befürwortet, aufgebracht. „Asphalt ist nachhaltiger als Schotter“, ist Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) überzeugt. Die Gemeinde habe beim Radweg zwischen Rothersdorf und Walzig damit bereits positive Erfahrungen gemacht, sagt Laqua und fügt mit Blick auf den Tourismus hinzu: „Ich möchte vor allem, dass auch die immer mehr aufkommenden und schnelleren E-Bikes und Pedelecs den Mulderadweg nutzen können, und das ist nur auf Asphalt möglich.“ Beide Radwege werden je vier Meter breit und damit ein bis zwei Meter schmaler als in der jetzt ausgefahrenen Form, wobei zwei je 1,30 Meter breite Teerspuren durch 1,40 Meter breite Rasengitterplatten getrennt werden.

„In dieser Ausführung können die Wege nicht nur von Radfahrern, sondern auch von der Landwirtschaft genutzt werden“, sagt Laqua. Mit den Landwirten sei im Vorfeld die Anordnung und Gestaltung der Feldauffahrten abgestimmt worden, Haltebuchten sorgen dafür, dass Radler und landwirtschaftliche Fahrzeuge während der Feldarbeit einander ausweichen können. Am Schusterbusch wird der den Altdeich begleitende Radweg künftig zweieinhalb bis drei Meter über dem früheren Niveau liegen, begründet in der Erhöhung des landseitigen Auflastfilters im Rahmen der Deichertüchtigung nach 2013. Auf dem Grubnitzer Abschnitt werde die Brücke am Kanalende noch zur Herausforderung, so Laqua, denn die dort verwendeten Platten würden unter schweren Fahrzeugen vibrieren.

Die Bauanlaufberatung ist für den 18. Juli angesetzt, die Arbeiten, so Bauamtsleiterin Birgit Hardegen, könnten nach der Ernte im August beginnen und bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Beide Radwege wird die Leipziger Firma Umwelt 2000 bauen, diese hatte mit rund 222 600 Euro für den Abschnitt Grubnitz und rund 272 200 Euro für den Abschnitt Schusterbusch das jeweils günstigste Angebot unterbreitet. Diese liegen deutlich unter der von den Planern geschätzten Summe. Dass Fördermittel nicht ausgeschöpft würden, sei zwar positiv, aber da ein Planer nach der Höhe der errechneten Baukosten bezahlt würden, sollte die Gemeinde schon nachfragen, ob er sich nicht vertan habe, sagte Gemeinderätin Ulrike Böhme (Linke). „Wir müssen öffentliche Gelder nicht verschwenden.“ Der Bau wird zu 100 Prozent aus dem Hochwasserschaden-Fonds beglichen. Es könnte allerdings sein, dass auch der neue Radweg nach Nepperwitz noch einmal als Baustellenzufahrt dient, denn noch harrt der Deich nordwestlich von Nepperwitz in Richtung Dögnitz seiner Fertigstellung. Aber das sei kein Hindernis, so Laqua, „es gibt technische Möglichkeiten, den Weg zu schützen“. Während der Baubeginn für den Deich noch offen ist, steht die Gemeinde Bennewitz unter Zeitdruck. Die Hochwasserschadensbeseitigung muss bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. „Von insgesamt 19 Hochwasserbaustellen in der Gemeinde Bennewitz ist nach den beiden Radwegeabschnitten nur noch die Pausitzer Lache übrig“, zeigt sich der Bürgermeister mit den Fortschritten zufrieden. Erst Anfang Juni war der Ersatzneubau der Natursteinbrücke Rothersdorf übergeben worden, mit dem Straßenbau in Nepperwitz war im Frühjahr begonnen worden, die äußere Trockenlegung des Rathauses ist seit Mitte Juni im Gange.

Der Wermutstropfen beim jetzigen Vorhaben: Nach dem Schusterbusch verläuft der Radweg weiter über die Mulde nach Canitz – auf Schotter. „Es ärgert mich, dass die Radfahrer von einem schönen Radweg dann wieder auf einen holprigen Radweg wechseln müssen“, sagt der Bürgermeister. Aus Sicht des Naturschutzes sei hier keine Asphaltierung möglich. Laqua gibt sich aber optimistisch, dass sich auch hier eine Lösung finden wird, die den Pedalrittern entgegenkommt. Sozusagen links liegen lässt der Radweg das in unmittelbarer Nähe gelegene Schloss Püchau, eigentlich ein Höhepunkt für Touristen. „Auch hier müsste eigentlich schnellstmöglich eine Anbindung erfolgen“, gibt Laqua den Ball an Machern weiter.

Von Ines Alekowa

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