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Wurzen Bennewitz plant Aussichtspunkt an der Mulde
Region Wurzen Bennewitz plant Aussichtspunkt an der Mulde
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18:21 17.01.2019
Blick vom Ende der Leipziger Straße über die Mulde zum Wurzener Ufer. Quelle: Ines Alekowa
Bennewitz

Am Ende der Leipziger Straße in Bennewitz, dort wo der Radweg den Bogen zur Muldebrücke schlägt, öffnet sich ein weiter Rundblick über die Mulde und das gegenüberliegende Wurzener Ufer mit den Mühlen- und Domtürmen im Hintergrund bis hinüber nach Dehnitz.

Seit 2015 ist im Gespräch, das Potenzial dieses Fleckens touristisch zu nutzen. Die Bennewitzer Bäckerei und Konditorei Schwarze möchte hier ein Eiscafé mit einer E-Bike-Station errichten und die Gemeinde unterhalb des Cafés einen Bootsanleger.

In kleinen Schritten geht es seitdem dem Ziel entgegen. 2017 hat der Gemeinderat auf Antrag von Schwarze die Aufstellung des im Außenbereich erforderlichen Bebauungsplans sowie die Änderung des Flächennutzungsplanes von 2011 beschlossen, der hier noch eine Landwirtschaftsfläche ausweist.

Bootsanleger liegt im Naturschutzgebiet

Allerdings befindet sich das Areal im Landschaftsschutzgebiet „Vereinigte Mulde“ und im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Mulde und Muldeauen“. Eine zeitaufwendige Vorprüfung, in der Pflanzen und Tiere über ein Jahr beobachtet wurden, war erforderlich. „Sie ist noch nicht ausgewertet, aber wir dürfen weitermachen; jetzt wird der Bebauungsplan aufgestellt“, sagt Bauamtsleiterin Birgit Hardegen.

Blick vom Ende der Leipziger Straße über die Mulde zum Wurzener Ufer. Hier soll bald ein Bootsanleger entstehen. Quelle: Ines Alekowa

Zur jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nun zur Finanzierung des B-Planes beraten. Einstimmig wurde beschlossen, im Vorgriff auf den nächsten Doppelhaushalt 2019/2020 insgesamt 11.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Das ist der von der Gemeinde zu tragende Anteil an der Finanzierung, in die sie sich mit Schwarze teilt. Er war bereits Bestandteil der über den Haushalt 2017/2018 hinausschauenden Investitionsplanung für 2022. Nach der Haushaltsdiskussion im Dezember soll die Finanzierung des B-Planes nun auf 2019 vorgezogen werden.

Café soll an der Mulde entstehen

Die Errichtung des Bootsanlegers durch die Gemeinde indes wird „auf einen Zeitraum nach 2024 verschoben“. Der Grund: „Nach derzeitigen Hochrechnungen kann im Finanzplanungszeitraum bis 2024 kein Haushaltsausgleich erreicht werden“, erklärte Laqua. „Das heißt, bereits zur Finanzierung der laufenden Haushaltstätigkeit ist auf die liquiden Mittel der Gemeinde zurückzugreifen.“

Das Café soll im Bereich der 2007 abgerissenen B-6-Brücke entstehen. Das Dreieck zwischen der Leipziger Straße und der Straße „An der Mulde“ wurde lange vom Straßenbauamt als Lagerplatz genutzt. Das Interesse der Gemeinde, sich hier mit einem Bootsanleger einzubringen, liegt auf der Hand. Einstiegsstellen für Wasserwanderer entlang der Mulde gibt es noch zu wenige. Die Mulde soll erlebbarer gemacht werden.

Infopunkt soll über die Muldenbrücken informieren

Für den Bau des Bootsanlegers hofft die Gemeinde deshalb auch auf Fördermittel. Der Bootsanleger, der über die vorhandene Zufahrt erreichbar ist, soll touristisch genutzt werden, zum Beispiel von Veit Fünfstücks Firma Marineking, die gleich um die Ecke, in der Grimmaischen Straße, Kanutouren anbietet. Der Anleger soll auch der Wasserwehr für Einsätze auf der Mulde zur Verfügung stehen.

Zur Abrundung des Gebietes wird ein Informations- und Aussichtspunkt über die Geschichte der Muldenbrücken an der Via Regia errichtet und damit der touristischen Information am Muldentalradweg dienen. Laqua: „Der Radweg Grimma-Wurzen ist stark frequentiert, sowohl durch Fern- und Tagestouristen als auch durch Pendler. Dieser Punkt lädt dann zum Verweilen ein und macht zugleich auf die Gemeinde Bennewitz aufmerksam.“

Von Ines Alekowa

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