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Wurzen Bennewitz schafft Baufreiheit für junge Familien in Altenbach-West
Region Wurzen Bennewitz schafft Baufreiheit für junge Familien in Altenbach-West
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00:19 21.07.2017
Wo jetzt noch Wiese ist, sollen bald schon die ersten Einfamilienhäuser entstehen. Quelle: Ines Alekowa
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Bennewitz/Altenbach

In Altenbach-West soll ein Baugebiet für 21 Einfamilienhäuser auf 800 bis 1000 Quadratmeter großen Grundstücken entstehen. Der Gemeinderat Bennewitz räumte in seiner jüngsten Sitzung mit zwei Beschlüssen die letzten Steine aus dem Weg. Das etwa drei Hektar große Areal auf fünf Flurstücken befindet sich am Ortsausgang von Altenbach in Richtung Neualtenbach und erstreckt sich L-förmig auf der Wiese gegenüber dem Schachtloch von der Hauptstraße bis hinter die bereits vorhandenen Häuser.

Bereits im Herbst 2015 war die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen, der Entwurf im November 2016 gebilligt und anschließend öffentlich ausgelegt worden. Jetzt erfolgte die Abwägung der Einwände von Trägern öffentlicher Belange. Darunter, so Bauamtsleiterin Birgit Hardegen, fand sich die Bitte aus Wurzen, die Notwendigkeit des Baugebietes zu prüfen, und auch die Landesdirektion Chemnitz wollte einen Nachweis des Bedarfs. Den konnte Hardegen locker bieten: Schon jetzt gebe es 34 Interessenbekundungen, informierte sie. Einen weiteren wesentlichen Einwand brachten die Landwirte vor, doch auch nach Realisierung des Baugebietes würden weiterhin mindestens zwei Feldzufahrten nutzbar sein, entkräftete sie entsprechende Befürchtungen. Der B-Plan wurde als Satzung einstimmig beschlossen.

Zuvor hatte der Gemeinderat über die bis dahin noch offene verkehrliche Erschließung des Areals entschieden und sich mit zehn zu drei Stimmen für zwei Sackgassen und damit gegen die Variante einer Ringstraße ausgesprochen. Das sei die für die Anwohner ruhigere Lösung, erklärte Hardegen. Der aus der Region stammende private Investor wird nicht nur die Grundstücke mit allen Medien erschließen und verkaufen, sondern auch die Straßen bauen und anschließend der Gemeinde übergeben, so die Bauamtsleiterin.

Die Festlegungen des B-Planes lassen den künftigen Bauherren großen Spielraum. „Wir kommen damit dem überwiegenden Wunsch, individuell zu bauen, entgegen“, sagte Hardegen. Aber natürlich werde es zum Beispiel bei der Geschosshöhe Obergrenzen geben.

Wie Hardegen betonte, bleibt zwischen Altenbach und Neualtenbach noch eine Grünzone – „maximal ein Drittel der Wiese wird bebaut“. Außerdem sei der Bauträger zu Ausgleichsmaßnahmen für die entstehende Versiegelung verpflichtet. „Auf jetzt noch freiem Feld, das dem Investor ebenfalls gehört, wird eine Streuobstwiese angelegt.“

Nach Informationen des Bauamtes hatte das in Privathand befindliche Areal bereits Ende der 1990er den Eigentümer gewechselt, auch die Projektidee sei schon ein paar Jahre alt. „Aber der Bedarf war bis jetzt nicht gegeben“, erklärte Hardegen. Das habe sich nun, da die Grundstücke Auf dem Wiesenberg in Altenbach-Ost alle vergeben sind, geändert. Die jetzt schon große Nachfrage für Altenbach-West, „vor allem von jungen Leuten mit Kindern“, erklärt sie mit der „sehr schönen Lage“ und der guten Anbindung des Ortsteiles an das S-Bahnnetz. „Die waren alle begeistert.“ Hardegen rechnet, da jetzt noch die Straßen geplant und die Aufträge vergeben werden müssen, mit Baubeginn möglicherweise noch in diesem Jahr oder im Frühjahr 2018 – und freut sich auf das Ergebnis: „Unterm Strich ist das eine gute Sache für die Gemeinde.“

Von Ines Alekowa

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