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Wurzen Bennewitz will Straßenbeleuchtung komplett auf LED umrüsten
Region Wurzen Bennewitz will Straßenbeleuchtung komplett auf LED umrüsten
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00:18 14.07.2017
Quelle: Ines Alekowa
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Bennewitz

In der Gemeinde Bennewitz soll die Straßenbeleuchtung von umweltschädlichen Quecksilberleuchten komplett auf Leuchtdioden (LED) umgestellt werden. „Wir diskutieren seit drei Jahren darüber, jetzt ist es Zeit, auch wegen der Kosten, das Vorhaben umzusetzen“, erklärte Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) im Gemeinderat. Eine erste Erprobung gibt es bereits in der Leipziger Straße in Bennewitz. Laqua beabsichtigt, das Projekt in Jahresscheiben umzusetzen und dafür das Leaderprogramm bis 2020 zu nutzen. Leader fördert klimatechnische Maßnahmen, auch den Neu- und Ausbau von Straßenbeleuchtung, zu 75 Prozent. Voraussetzung für die angepeilte Förderung ist eine Energieeinsparpotenzialbetrachtung. Der Gemeinderat erteilte den Auftrag dafür einstimmig an die Firma LED-Straßenlicht Schüller.

Geschäftsführer Marcus Schüller hatte zuvor mit einem all-inclusive-Paket geworben. Dieses enthält neben der Einsparberechnung, bei der Lichtpunkt für Lichtpunkt in Verbindung mit der Straßencharakteristik betrachtet wird, die Erstellung des Fördermittelantrages, bei einem positiven Förderbescheid die Vorbereitung der Ausschreibung und nach der Vergabe die technische Begleitung der Baumaßnahme. „LED-Straßenbeleuchtung bietet zum Teil über 80 Prozent Energieeinsparpotenzial bei gleichzeitiger Verbesserung der Lichtqualität“, rechnete Schüller den Gemeinderäten vor. Außerdem sei es möglich, verschiedene Lichtfarben zu wählen und das Licht punktgenau auf Straße und/oder Gehweg zu lenken, „was bei herkömmlichen Leuchten nicht möglich ist“. Da einige Hersteller bereits zehn Jahre Garantie versprächen, seien zudem drastische Einsparungen bei der Wartung möglich. „Im Moment haben Sie zehn Leuchtentypen und unterschiedliche Leuchtmittel im Einsatz“, sagte Schüller und versprach: „Die damit verbundene umfangreiche Lagerhaltung beim Bauhof wird sich bei LED auf einen Schuhkarton reduzieren.“

In der Gemeinde gibt es 1084 umzurüstende Lichtpunkte. Bei einer durchschnittlichen Energieeinsparung von 65 Prozent könnte die Gemeinde jährlich 159 295 Kwh sparen, das sind 27 000 Euro Stromkosten und 3688 Tonnen Kohlendioxid. Die Wartungskosten würden um 9000 Euro verringert. Dem gegenüber steht eine Investition von 379 400 Euro, wobei der Eigenanteil bei der in Aussicht gestellten Förderhöhe 139 400 Euro betragen würde. „Das heißt, die Investition hätte sich nach 5,2 Jahren amortisiert“, so Schüller. „Konservativ gerechnet.“

Bei den Gemeinderäten fanden Laqua und Schüller offene Ohren. „Es ist unstrittig, LED hat Perspektive“, meinte Siegfried Pohl (CDU). Er wies bei der Gelegenheit auf Wege in der Gemeinde hin, die überhaupt noch nicht beleuchtet sind, wie der Fabrikweg in Deuben. Aber auch in den schon mit Leuchten ausgestatteten Straßen könnten noch welche hinzukommen. „Die Erfahrung besagt, dass eher mehr als weniger Lichtpunkte notwendig sind“, beantwortete Schüller Nils Adams (CDU) Frage, ob bei der versprochenen besseren Ausleuchtung weiter so viele Lichtpunkte notwendig sind. Leuchtdioden haben einen kleineren Lichtkegel. Weitere – und von Schüller positiv beantwortete Fragen – betrafen die Möglichkeit nach Dimmung und Halbnachtschaltung. Nicht mitgenommen werden bei der Umrüstung alle Altmasten, so der Bürgermeister auf Anfrage von Christel Neustadt (Linke). Verbreitet sind in der Gemeinde Beton- Gitter- und Metallmasten, erstere sollen laut Laqua ersetzt werden.

Von Ines Alekowa

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