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Wurzen Bennewitzer Firma sorgt für Wohnkomfort mit Weitblick
Region Wurzen Bennewitzer Firma sorgt für Wohnkomfort mit Weitblick
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05:00 03.09.2010
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. Die Firma ist einer der Bewerber um den Wirtschaftspreis.

Dabei stellte Klaus Fischer, der den Betrieb inzwischen an seinen Sohn Mike übergeben hat, seinerzeit in Trebsen in Kooperation mit einer Westfirma Temperaturregler für Heizkissen her. Drei, vier Jahre später wurden auch Baugruppen für den Heizungsbau in die Produktion aufgenommen. Damit wurden entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt. Doch das ahnte damals noch niemand. Der Zufall bescherte Fischer einen Kunden, der Geländerrohre biegen lassen wollte.

Daraus ergaben sich weitere Aufträge. „So sind wir schrittweise in den Metallbau gerutscht", blickt Mike Fischer zurück. Inzwischen sind Balkone und Geländer das Hauptgeschäft des Unternehmens, das pro Jahr fünf bis sechs Millionen Euro Umsatz macht. In Trebsen platzte die Firma bald aus allen Nähten und zog 1998 ins Gewerbegebiet An der Mulde. Fischers hatten 2002 das Firmengebäude gerade erst aufgestockt, als die Flut alles überschwemmte – oben heile Welt, unten nur Schlamm und Dreck. Inzwischen steht auch fest: Das Gewerbegebiet hat im Überflutungsbereich keine Erweiterungsmöglichkeiten. Für das Unternehmen, das für die Endproduktion Zwischenlagerfläche braucht und dafür jedes Mal neue Lösungen suchen muss, ist das ungünstig.

Wohnungen ohne Rückzugsort im Freien lassen sich heute schwer an den Mann bringen. So werden in Bennewitz nach öffentlicher Ausschreibung pro Jahr um die 1000 Balkone vor allem von Hausverwaltungen und Wohnungsgesellschaften in Auftrag gegeben. Die Wärmedämmung der Fassade verbinden Vermieter gern mit einem Plus an Wohnqualität durch Balkonkomplexe, die vor der Fassade aufgerichtet werden. Das bestehende System wird dabei zumeist an die Vorstellungen der Architekten angepasst oder in Bennewitz durch hauseigene Konstrukteure für den Kunden modifiziert. Referenzobjekte gibt es überall – in Borna und Leipzig, Dortmund und Rostock, Gießen oder Gera. Die zehn Monteure der Belegschaft sind deutschlandweit unterwegs. Auch Nachwuchs für das eigene Unternehmen haben Fischers fest im Blick: Auch derzeit diesem Jahre sind wieder zwei künftige Konstruktionsmechaniker in Ausbildung.

Für ein Vorhaben in Lauchhammer wurde die Idee geboren, Balkone nicht mit Glas- oder Kunststoffflächen, sondern Fotovoltaikelementen zur Stromgewinnung zu verkleiden. Aus finanziellen Erwägungen nahm der Investor allerdings davon Abstand. Mike Fischer ist trotzdem zuversichtlich, dass die Pläne nicht lange in der Schublade bleiben und die Firma spätestens im nächsten Jahr Balkone baut, die Sonnenlicht in Energie umwandeln.

Ingrid Leps

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