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Wurzen Bennewitzer fördern Schulranzen-Projekt
Region Wurzen Bennewitzer fördern Schulranzen-Projekt
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05:00 24.06.2010
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. Die pharmazeutisch-technische Assistentin und der geprüfte Vermögensberater engagieren sich seit 2002 für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ihr Einsatz wurde 2007 mit dem Ehrenamtspreis des Muldentalkreises gewürdigt.

Unzählige Pakete hat das Ehepaar in den vergangenen sieben Jahren bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton" für Kinder in Osteuropa entgegengenommen, kontrolliert, zollfrei gemacht und zur Hauptsammelstelle weitergeleitet – um die 500 Pakete vor jedem Fest. Doch den Eltern des Zwillingspaares Marlon und Marvin war dieser Saison-Einsatz zu wenig. „Wir wollten Möglichkeiten finden, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Das geht nur über Bildung", erzählt Holger Micklitza.

In einem Zeitungsbericht stießen die beiden auf das Schulranzenprojekt des Vereins Global Aid Network (GAiN). Mit neuen oder gebrauchten, gut erhaltenen Schulmappen, gefüllt mit Federkasten und anderen Teilen der Grundausstattung, gibt die Internationale Hilfsorganisation Jungen und Mädchen in Indien, dem Irak, in Lettland, Tadshikistan oder der Ukraine Bildungschancen und Hoffnung.

„Wir haben recherchiert und finden dass der Verein, der seit 1990 in vielen Ländern humanitäre Hilfe leistet, Vertrauen verdient", erläutert der Bennewitzer, der die Sammlung von Schultaschen erstmals mit einer Annahmestelle in seinem Wein- und Teegeschäft in der Coppistraße in Leipzig unterstützt. Wer helfen möchte, muss jedoch nicht nach Gohlis fahren. Schultaschen nehmen Micklitzas auch nach einem Anruf unter 0163/3 01 56 48 in der Schmölener Straße in Bennewitz entgegen.

„Am Ende der Grundschulzeit werden die Schulmappen oft nicht mehr gebraucht. Geschwister bekommen in Deutschland in der Regel einen neuen Ranzen", weiß Holger Micklitza. Warum sollen die teuren Taschen ungenutzt herumliegen, wenn sie gefüllt mit allem, was ein Schulkind braucht, anderswo so gute Dienste leisten könnten. Die Aktion komme gut an. Der 31-Jährige beruft sich auf seine Gespräche mit Julia Meißner, die im Erzgebirge eine Annahmestelle betreut.

Für sein soziales Engagement darf Holger Micklitza, per Urkunde bestätigt, seit vier Wochen den Namen Graf von Andechs tragen. Eine Jury vergebe jedes Jahr an fünf Menschen diesen Zusatz und folge dabei einer Tradition aus dem Mittelalter, nach der die Grafen von Andechs Leute in ihren Stand erhoben, die sich in bemerkenswerter Weise für das Gemeinwohl einsetzten.

 

Íngrid Leps

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