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Bergfilmfestival mit traumhafter Kulisse für Kletterer und Filmfans

Hohburger Schweiz Bergfilmfestival mit traumhafter Kulisse für Kletterer und Filmfans

Zum 18. Mal lockte das Bergfilmfestival Kino-Eulen, Kletterfreunde und ambitionierte Freizeitsportler an den Gaudlitzberg in der Hohburger Schweiz. Das Outdoor-Event begeistert seine Besucher aus verschiedenen Gründen.

Hochbetrieb an der Wand: Das Klettern ist fester Bestandteil des Bergfilmfestivals.

Quelle: Frank Schmidt

Lossatal/Thallwitz. „Ich war sehr skeptisch, als ich von einem Steinbruch als Freilichtkino hörte. Aber das Ambiente in dieser traumhaften Kulisse übertrifft alle meine Erwartungen“, zeigte sich Tobias Werth aus Leipzig beeindruckt vom Bergfilmfestival in der Hohburger Schweiz. Das erneut von Peter-Hugo Scholz und Alexander Probst auf die Beine gestellte Outdoor-Event lockte zum 18. Mal Kino-Eulen, Kletterfreunde und ambitionierte Freizeitsportler an den Gaudlitzberg. Und ein Blick gen Himmel verriet, dass sich ein Kommen auch für Familien gelohnt hatte, denn meistens waren es Kinder, die sich von oben einen Überblick vom Festivalgelände machten, indem sie mit der 190 Meter langen Alpin-Seilbahn darüber hinweg schwebten sowie Spaß an weiteren sportlichen Aktivitäten hatten.

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Mit Einbruch der Dunkelheit machte das Bergfilmfestival in der Hohburger Schweiz seinem Namen alle Ehre, denn am Lagerfeuer wurde die Bergfilmnacht mit fünf nationalen und internationalen Kurzfilmen aus der Alpinistenszene eingeläutet. Das Klettern im alten Steinbruch ist fester Bestandteil des Festivals.

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Begeistert war auch der zehnjährige Dominic Berger. Doch seine zunächst geplante zweite Seilfahrt konnte er sich abschminken. Am Startpunkt hoch oben auf dem Gaudlitzberg war Schlangestehen angesagt, so groß war die Abenteuerlust vieler weiterer Aspiranten. Unterhalb davon, also an der etwa 16 Meter hohen und extrem steilen Felswand, waren nicht weniger Kinder und Jugendliche anzutreffen, die sich mithilfe erfahrener Alpinisten der Leipziger Sherpas im Klettern probierten.

Wie Sebastian Burglin und Katja Göbel aus Gera waren weitere Kletterfreunde mit Sack und Pack, sprich mit Zelt und Kletterseilen, angereist, um den Gaudlitzberg auf eigene Faust zu bezwingen. „Nee, so ein Held bin ich nicht, dass ich mir das zutrauen würde“, gestand Annelise Herrmann ein. „Aber es ist toll zu sehen, wie scheinbar mühelos manche losklettern“, fügte die 32-jährige Eilenburgerin an.

Vielleicht wäre das Bouldern eher etwas für sie gewesen. „Das ist Klettern an einer Wand ohne Seil, jedoch in sicherer Absprunghöhe. Hier geht es darum, über vormontierte Griffe mit beiden Händen einen Zielgriff zu erreichen“, erklärte Wettkampfleiter Reinhold Redenyi. Er fügte hinzu: „Während wir hier noch bei einem kleinen Boulder-Cup viel Spaß haben, ist diese Trendsportart ab 2020 in Tokio olympisch.“ Kein Wunder bei der massenhaften Begeisterung, mit der das Finale verfolgt wurde.

Mit Einbruch der Dunkelheit machte das Bergfilmfestival seinem Namen alle Ehre, denn am Lagerfeuer wurde die Bergfilmnacht mit fünf nationalen und internationalen Kurzfilmen aus der Alpinistenszene eingeläutet. Am Ende votierte das Publikum als Jury dafür, den Streifen „Die Sextener Sonnenuhr“ von Lisa Eder mit der diesjährige Gaudlitz-Trophäe zu krönen.

Von einem Freizeitangebot mit „Alleinstellungsmerkmal“ sprach Gerhard Gey. Als Präsident des Vereins Geopark Porphyrland setzte er sich für das Bergfilmfestival gern auch die Mütze des Schirmherrn auf. „Was hier stattfindet, passt in unsere Initiative, den Geopark Porphyrland vorzustellen. Denn wir wollen ja auch die geologischen Besonderheiten unserer Region im touristischen und kulturellen Sinne nutzen, um so die Entstehungsgeschichte aufzuarbeiten und bekannt zumachen.“ Und es habe den Vorteil, dass dadurch über Förderungen Geld fließen könnten, „was uns in die Lage versetzt, unsere Projekte zu verwirklichen“, sagte Gey.

Von Frank Schmidt

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