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Bestattungshaus Wittig in Wurzen feiert 20-jähriges Bestehen

Unternehmen Bestattungshaus Wittig in Wurzen feiert 20-jähriges Bestehen

Frank Wittig bereut nichts. Der Inhaber des Bestattungshauses Wittig in Wurzen machte sich im Oktober 1997 selbstständig und ist stolz auf das 20-jährige Bestehen seines Unternehmens. Kurz nach der Wende begann für den gelernten Schlosser ein neuer beruflicher Lebensabschnitt.

Seit 20 Jahren selbstständig: Frank Wittig, Inhaber des Bestattungshauses Wittig in Wurzen, arbeitete früher im Motorenwerk. Kurz nach der Wende wechselte er den Beruf. Bereut hat er den Schritt nie.

Quelle: Thomas Kube

Wurzen. Frank Wittig ist mittlerweile zwei Jahrzehnte lang im Geschäft und bereut keinen Tag davon. „Eigentlich bin ich von Hause aus Schlosser“, erzählt der gebürtige Brandiser, der seine Lehre im Motorenwerk absolvierte und deswegen 1973 nach Wurzen zog. Im Oktober 1997 machte sich der heute 61-Jährige selbstständig und betreibt seither das Bestattungshaus Wittig. „Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit“, blickt er nicht ohne Stolz zurück auf die Anfänge. Denn nachdem Wittig 1991 seinem Arbeitgeber den Rücken kehrte, startete er ganz neu.

„Den Beruf des Bestatters habe ich sozusagen von der Pike auf gelernt.“ Zunächst begann er als Angestellter im Bestattungshaus von Hendrik Flügel. Leicht sei der Job nie gewesen. „Wer selber Erdgräber aushebt, bekommt Achtung vor der Hände Arbeit.“ Zwei Jahre blieb Wittig. Dann ergriff er die Chance und wurde mit Norbert Schade Geschäftsführer des Bestattungshauses Wenceslaigasse 21. Jenes Institut gehörte einst zum rheinischen Sarg-Imperium mit dem Namen „Vita“ aus Bergisch-Gladbach, das nach der Wende im Osten der Republik expandierte und in den neuen Bundesländern allein 200 Betriebe kontrollierte.

1996 schied Wittig aus, um ab 1. Oktober 1997 eigene Wege zu gehen. Bereut hat er den Schritt nie. Sein Bestattungshaus gründete er zuerst in der Karl-Marx-Straße 19, wechselte 2002 in die Wenceslaigasse und betreibt es seit nunmehr 2008 in der Zillestraße 86. Derzeit beschäftigt Wittig zwei Mitarbeiter, darunter Sandra Lange – „die gute Seele des Unternehmens“. Der Chef fügt noch an: „Frau Lange verfügt außerdem über einen zertifizierten Abschluss als Trauerrednerin.“ Keineswegs verschweigen will der Bestatter eines seiner nächsten Projekte. So erwarb er von der Stadt 3000 Quadratmeter im Gewerbegebiet Nord. Ab 2018 will Wittig dort neu bauen – Lagerflächen vor allem, aber auch Räumlichkeiten, die den Trauernden ermöglichen, Abschied vom Verstorbenen zu nehmen.

Während der zwanzig Jahre Selbstständigkeit erlebte Wittig auch einen Wandel innerhalb seines Berufsstandes. War damals noch die Erdbestattung in einem Wahlgrab die dominierende Bestattungskultur, gehe der Trend hin zur Feuerbestattung – „momentan 70 bis 80 Prozent“. Die Ursachen dafür seien schnell erklärt: „Wir haben eine größere Mobilität der Familienstruktur. Angehörige leben oft weit verstreut. Deswegen suchen die Menschen nach Optionen, die der Entwicklung entspricht.“ Überdies biete die Feuerbestattung verschiedene Varianten. Zum Beispiel die Bestattung in der Natur, wie im Friedwald, oder die Kristallbestattung, bei der die Asche des Verstorbenen in hochwertige Kristalle verarbeitet wird. Aus Sicht von Wittig habe sein Beruf seit der Wende an Ansehen gewonnen. „Gerade, weil wir mehr sind als nur Bestatter. Wir sind ebenso Floristen, Dekorateure und Anzeigenberater.“

Von Kai-Uwe Brandt

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