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Wurzen Beste Prophylaxe für Hunde: Urlaub daheim
Region Wurzen Beste Prophylaxe für Hunde: Urlaub daheim
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17:10 19.05.2015
Hat ihre Reise gut überstanden: Das Kooikerhondje Lolle ist vor zwei Wochen von Leipzig nach Gelsenkirchen umgezogen. In den Süden, wo sich Vierbeiner schnell mal eine Krankheit einfangen können, traut sich die Hündin aber nicht.Fotos: Felix Forberg Quelle: Felix Forberg
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Bennewitz

Darüber informierte Tierärztin Sabine Hauptvogel im Jugendhaus Bennewitz.

Urlaub kann für Hunde unter Umständen alles andere als erholsam verlaufen. Laut der Bennewitzer Tierärztin Sabine Hauptvogel laufen Vierbeiner besonders in südlicheren Gefilden Gefahr, durch Parasiten mit Krankheiten infiziert zu werden, die im schlimmsten Fall zum Tod führen und auch Frauchen und Herrchen krank machen können. Am stärksten verbreitet sind parasitäre Krankheiten wie die Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose und Dirofilariose. "Sie alle werden durch Parasiten wie Zecken oder Mücken übertragen", erklärt die Tierärztin.

Besonders übel verlaufe beispielsweise eine Infektion mit der Leishmaniose. Diese Krankheit wird durch Sandmücken übertragen, die hauptsächlich im Mittelmeerraum beheimatet sind. "In Spanien und Frankreich sind fast 70 Prozent der Hunde infiziert", so Hauptvogel. Deswegen sei die Leishmaniose die in Deutschland am häufigsten eingeschleppte Infektionskrankheit. Bei einem geschwächten Immunsystem seien Haarverlust und Schuppenbildung symptomatisch, später könne es auch zu Nieren- und Augenschäden kommen: "Auffallend sind oft brillenförmiger Haarausfall um die Augen und ausgefranzte Ohren", sagt die 41-Jährige. Eine Therapie könne dabei helfen, die Symptome abzuschwächen. "Aber eine vollständige Heilung ist nicht möglich". Ein Problem sei, dass die Leishmaniose durch Bluttests nicht immer nachgewiesen werden könne: "In der Regel endet die Krankheit tödlich", macht Sabine Hauptvogel deutlich.

Um einer Infektion vorzubeugen, rät die Tierärztin zu Medikamenten, die die Parasiten abwehren: "Seit diesem Jahr gibt es einen Impfstoff gegen Leishmaniose, zusätzlich sollte man ein Halsband anschaffen oder Spot-on-Tropfen in den Nacken träufeln. Die Wirkstoffe gelangen dann ins Blutsystem und sorgen dafür, dass sich Parasiten nicht mehr auf dem Hund niederlassen." Damit würde auch das Infektionsrisiko anderer durch Zecken und Mücken übertragener Erkrankungen verringert, wie zum Beispiel die Borreliose.

Wie das Immunsystem eines Hundes auf eine Infektion reagiert, hängt auch von der jeweiligen Rasse ab. Besonders anfällig für parasitäre Krankheiten seien laut Sabine Hauptvogel unter anderem Schäferhunde, Rottweiler und Dobermänner.

Die Verbreitungsgebiete infizierter Parasiten seien jedoch nicht nur auf das Mittelmeergebiet beschränkt: "Sie können auch in Deutschland vorkommen. Allerdings sind sie im Mittelmeerraum aufgrund der klimatischen Bedingungen stärker verbreitet." Dementsprechend rät Sabine Hauptvogel davon ab, mit seinem Vierbeiner in den Süden zu verreisen: "Nordeuropa ist die bessere Wahl. Dort gibt es auch strengere Gesetze und Kontrollen für Hunde."

Die beste Prophylaxe für Reisekrankheiten: "Man sollte überlegen, ob man ein Tier überhaupt in den Urlaub mitnimmt." Falls es sich doch nicht anders einrichten lässt und der Kläffer mit muss, empfiehlt Hauptvogel, sich vorher im Internet kundig zu machen. Informativ seien die Webseiten des Friedrich-Löffler-Instituts: "Auf Landkarten kann man sehen, wie viele Parasiten aktuell in den Regionen infiziert sind."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.05.2013

Felix Forberg

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