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Besucherzentrum im Bahnhof Wurzen geplant – Informationen zum Porphyrland

Studie Besucherzentrum im Bahnhof Wurzen geplant – Informationen zum Porphyrland

Für die Pläne zur Errichtung eines Besucherzentrum Geopark Porphyrland im Bahnhof Wurzen soll demnächst eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden. An den Kosten von knapp 49 000 Euro wird sich Lossatal beteiligen. Allerdings sieht der Gemeinderat die Stadt Wurzen in der Pflicht, kommende Investitionen mit dem Eigentümer zu klären.

Noch Zukunftsmusik: Eine Machbarkeitsstudie soll klären, inwieweit sich ein Besucherzentrum für den Geopark Porphyrland im Bahnhof Wurzen etablieren lässt. Die Mitgliedsgemeinde Lossatal will sich an den Kosten des Gutachtens beteiligen, fordert aber von Wurzen die Bewirtschaftung der Einrichtung in kommunaler Hand.

Quelle: Brandt, Kai-Uwe

Lossatal/Falkenhain. Der Bahnhof in Wurzen bewegt selbst die Gemüter im Lossatal. So entspann sich zur jüngsten Tagung der Gemeinderäte in der Falkenhainer Oberschule eine rege Debatte um die Kostenbeteiligung der Kommune für eine Machbarkeitsstudie zur Ausstattung eines Besucherzentrums des Geoparks Porphyrland im Objekt der Nachbarstadt.

Wie berichtet, entwickelten private Akteure um Katrin Hussock, die ehemalige Stadtmarketingkoordinatorin von Wurzen und jetzige Ideenmeisterin, sowie die „Anno dazumal“-Bäckerei Fischer aus Kühnitzsch die Idee eines attraktiven Eingangstores an den Gleisen. Im Spätsommer 2015 beauftragte dann der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig die Agentur Bahnstadt GbR aus Berlin mit einer Vorab-Analyse der Haltestelle. Ende des Vorjahres stellte Bahnstadt-Geschäftsführer Stephan Wilhelm schließlich erstmals die Ergebnisse den Wurzener Stadträten des Technisches Ausschusses vor. Demnach könnte der Bahnhof eine Raststation beherbergen, einen Fahrradverleih und Markt für regionale Produkte sowie ein Besucherzentrum für den Geopark und das Wurzener Land. Doch bis es soweit sei, sagte damals Wilhelm, bedürfe es zunächst einer Machbarkeitsstudie. Und eben darum ging es zur Ratstagung.

Immerhin muss die Gemeinde Lossatal im Verbund mit Wurzen, Bennewitz und Thallwitz ihren Anteil an den Gesamtkosten der Expertise beisteuern – nämlich im Verhältnis zur Einwohnerzahl 1561,20 Euro. 80 Prozent der Gesamtsumme von 48 790 Euro fließt aus öffentlicher Hand über das Leader-Förderprogramm der Europäischen Union. Wurzen schustert 4200 Euro zu, Bennewitz 1262 und Thallwitz 917 Euro. Der Eigentümer des Bahnhofes, Utz Leischnig aus Voigtshain, muss 2000 Euro fürs Gutachten tragen.

Verwundert über den fünfstelligen Betrag zeigte sich Michael Bröcher (CDU) gleich zu Beginn der Diskussion. Er wollte deshalb von Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) wissen, wer eigentlich die Studie erstellt. Die Leipziger Beratungsfirma LE Regio, antwortete der Rathauschef. Jenes Büro, zu deren Partnern laut Internetseite auch Ideenmeisterin Hussock zählt, entwickelte bereits für 72 000 Euro das Demografieprojekt der kommunalen Allianz im Sozialraum Wurzener Land. Gemeinderätin Rosemarie Zander (Linke) bewegte hingegen das Problem, aus welcher Tasche in Zukunft die Mitarbeiter des Besucherzentrums bezahlt werden, die womöglich auch an den Wochenenden den Informationspunkt für Touristen offen halten. „Das soll die Studie klären“, so Weigelt. Zanders Reaktion darauf: „Dazu brauche ich keine Studie!“ Nach weiteren Wortmeldungen wurde schnell klar, dass der Gemeinderat Lossatal insbesondere von der Stadt Wurzen erwartet, Verantwortung für die Immobilie Bahnhof zu übernehmen. „Wir sehen Wurzen in der Pflicht, die Sicherung der kommenden Investitionen mit dem Eigentümer zur klären – zum Beispiel über Erbbaupacht“, betonte Weigelt. Aus seiner und aus Sicht der Abgeordneten gehöre die Bewirtschaftung in kommunaler Hand. „Wir sind bereit, weiter am Netzwerk Geopark Porphyrland zu arbeiten.“

Das Votum nach der Debatte fiel klar aus. Die Mehrheit, bis auf eine Gegenstimme und Enthaltung, stimmt für den Lossataler Finanzbeitrag zur Machbarkeitsstudie eines Besucherzentrums im Wurzener Bahnhof.

Von Kai-Uwe Brandt

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